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Liriope muscari (Decne.) L. H. Bailey
Traubenlilie, Asparagaceae - Spargelgewächse
Sommerblüher, VII–IX, 10–65 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Traubenlilie stammt aus China, Taiwan und möglicherweise auch Japan. Sie wächst dort in der Krautschicht von Wäldern, Bambushainen, Gebüschen, auf schattigen Hängen oder in Gebirgsschluchten von 100–2.000 m Höhe. Die Pflanzen sind immergrün, haben fleischige Wurzeln mit Knollen, aber sind ohne Ausläufer (Stolonen), das heißt sie wachsen in dichten Horsten. Die Laubblätter sind schmal linear, bis 65 cm lang, relativ steif und dunkelgrün. Die Blütenstände sind traubig, tragen zahlreiche Einzelblüten in Büscheln zu 3–8 mit lila bis purpurfarbenen Perigonen. Die Samen sind rundlich, schwarz-violett, bis 7 mm groß.


Abb. 1 Prächtig blühende Gruppe der Liriope muscari im Frühherbst, Privatgarten, 27.09.2015 Abb. 2 Liriope muscari auf vollsonnigem Standort in einem Privatgarten, wie Abb. 1, 01.07.2015

Abb. 3 Die breiten Laubblätter der Sorte Liriope muscari 'Webster Wideleaf' in einem Privatgarten, 17.05.2017 Abb. 4 Die hübschen, lila-farbigen Blüten der Liriope muscari stehen in Büscheln zu 3–8, Privatgarten, 02.07.2015

Abb. 5 Liriope muscari an einem lichten, schattigen Standort in einem Privatgarten, 01.07.2015 Abb. 6 Topfpflanze 20–40 cm der Liriope muscari in einem 3L-Topf


Der Gattungsname Liriope Lour. leitet sich ab von lat. "Liriope", einer griechischen Nymphe, Mutter des Narkissos. Das Epitheton muscari ist nach der Gattung der Traubenhyazinthen, Muscari Mill., benannt, deren Morphologie der Traubenlilie entfernt ähnlich ist.

Von Liriope muscari gibt es ein ganzes Panoptikum von Sorten mit unterschiedlicher Größe, Blattmorphologie, Blütenfarben und architektonischen Eigenschaften. Alle diese Sorten sind prächtige Exoten für den tropischen Garten oder japanisches Design. Dekorativ sind weiß blühende Sorten, wie beispeilsweise 'Monroe White' oder panaschierte wie 'Goldband' mit gelb gestreiften Laubblättern.


Abb. 7 Blütenstand der Liriope muscari im Hochsommer. Es sind meist nur einzelne Perigone geöffnet, Privatgarten, 08.08.2015 Abb. 8 Blütenstand der Liriope muscari. Die Einzelblüten sind kurz gestielt, Privatgarten, 08.08.2015

Abb. 9 Hübsch sind auch weiß blühende Sorten der Liriope muscari, Privatgarten, 08.08.2015 Abb. 10 Blühende, panaschierte Liriope muscari mit gelb geränderten Laubblättern, Privatgarten, 08.08.2015

Abb. 11 Der Spätsommer und Herbst sind die Blütezeit der Liriope muscari, Japanischer Garten Leverkusen, 02.09.2015 Abb. 12 Blühende Liriope muscari im ersten Jahr nach der Auspflanzung, Privatgarten, 19.08.2002

Abb. 13 Im Spätsommer und Herbst bilden sich die Fruchtstände der Liriope muscari in einem Hotelgarten der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 04.10.2015 Abb. 14 Unreife, noch grüne Früchte der Liriope muscari in einem Hotelgarten der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 04.10.2015

Abb. 15 Die Laubblätter der Sorte Liriope muscari 'Variegata' haben eine randständige, gelblich-weiße Zeichnung, Privatgarten, 17.05.2017 Abb. 16 Eine spannende Sorte ist Liriope muscari 'Okina', die mit reinweißen Laubblättern austreibt, die später erst nachgrünen, Privatgarten, 17.05.2017

Abb. 17 Die Laubblätter der Sorte Liriope muscari 'Gold Banded' habeneine randständige, gelbe Zeichnung, Privatgarten, 17.05.2017 Abb. 18 Die Laubblätter der Sorte Liriope muscari 'Gold Banded' habeneine randständige, gelbe Zeichnung, Privatgarten, 17.05.2017


Nicht nur in Japanischen Gärten ist die Traubenlilie ein idealer Exot, sondern auch im formalen Garten findet sie gerne einen attraktiven Platz. Zudem sind die Pflanzen immergrün und vertragen lichten Schatten als auch sonnige Standorte. Der Boden sollte frisch, auch humos, nicht zu trocken, leicht sauer bis leicht alkalisch sein. Im Frühjahr kann man die Pflanzen komplett auf 2–5 cm zurückschneiden, um älteres Blattwerk zu entfernen, was zu einem optisch schöneren Ergebnis im Sommer führt. Teilung erfolgt im Frühjahr, was die Blühwilligkeit verbessert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Liriope muscari. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/liriope-muscari.html am Tg.Mo.Jahr.

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