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Luzula luzuloides (Lam.) Dandy & Wilmott
   synonym: Luzula albida (Hoffm.) DC.
Schmalblättrige Hainsimse, Weißliche Hainsimse, Juncaceae - Binsengewächse
Sommerblüher, VI–VII, 30–70 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Weißliche Hainsimse ist im nördlichen Mitteleuropa selten bis zerstreut. In den mittleren und südlichen, collinen bis subalpinen Regionen hingegen ist sie gemein bis verbreitet. Als Bewohner der Krautschicht in den Bergwäldern besiedelt sie kalkfreie Laubwälder, aber auch Magerrasen und Hochstaudenfluren. Die Pflanzen bilden wenige, bis 4 cm lange, unterirdische Ausläufer und wachsen in kleineren Horsten. Als Binsengewächs sind die Stängel knotenfrei, nicht scharfkantig. Die Grundblätter sind eher schmal, bis 4 cm breit und haben wie andere Arten der Gattung typischerweise randständig anliegende, weißliche Wimpern. Das unterste Hochblatt überragt den Blütenstand meist deutlich. Der Blütenstand besteht aus mehreren, 2–10-blütigen Teilbütenständen (Büscheln), die zur Fruchtreife meist nickend sind. Die Perigonblätter sind schmutzigweiß oder kupferrötlich, 2,5–3,5 cm lang, etwa so lang wie die Kapsel. Später bilden sich 1,2 mm lange, braune oder schwarze Samen mit winzigem Anhängsel. Nach der Perigon- und Samenfarbe unterscheiden manche Autoren zwei Unterarten.

Abb. 1 Laubbblatt der Luzula luzuloides mit den randständigen, weißen Wimpern in einem Buchenwald im Angertal bei Ratingen, 09.04.2916, 90 m, 50° 19' 05 N, 06° 54' 55 O Abb. 2 Horst der Luzula luzuloides in einem Buchenwald im Angertal bei Ratingen, 09.04.2916, 90 m, 50° 19' 05 N, 06° 54' 55 O


Der Gattungsname Luzula DC. leitet sich ab von lat. "luteolus" (= gelblich), zu lat. "luteola" (= gelbliches Kraut) und bezog sich auf geblichen Perigonblätter der Gelblichen Hainsimse, L. luzulina (Vill.) Racib., und andern Arten der Gattung. Das Epitheton luzuloides beschreibt die Ähnlichkeit mit der namensgebenden Art der Gattung, L. luzulina, gr. "-oeides" (= -ähnlich) .

Luzula luzuloides sind immergrüne Pflanzen für den Unterwuchs von Sträuchern oder Bäumen auf kalkfreien Standorten im Garten. Die Pflanzen vertragen lichten Schatten als auch sonnige Lagen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Luzula luzuloides. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/luzula-luzuloides.html am Tg.Mo.Jahr.

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