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Lysimachia nemorum L.
  synonym: Lerouxia nemorum (L.) Mérat
Hain-Gilbweiderich, Primulaceae - Primelgewächse
Ende Vollfrühlingblüher, V–VIII, 10–15 cm hoch, 10–30 cm lang, immergrün, mehrjährig

Der Hain-Gilbweiderich tritt in Mitteleuropa verbreitet in den Mittelgebirgen auf, im Flachland zerstreut bis selten, gebietsweise fehlt er ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch, in Nordamerika ist er eingebürgert. Bevorzugt werden feuchte Wälder, Gebüsche oder Wegränder besiedelt. Die Pflanzen wachsen niederliegend, etwas aufsteigend. Die Stängel sind verzweigt und können bewurzeln. Die Laubblätter sind eiförmig, bis 3 cm lang, grün, durchscheinend punktiert und zugespitzt. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, sind 5-teilig und haben 5–8 mm lange, gelbe Kronblätter.


Abb. 1 Blüte von Lysimachia nemorum an einem sickerfeuchten Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 277 m, 51° 16' 37 N, 07° 24' 45 O Abb. 2 Lysimachia nemorum an einem sickerfeuchten Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 277 m, 51° 16' 37 N, 07° 24' 45 O

Abb. 3 Blüte von Lysimachia nemorum an einem sickerfeuchten Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 277 m, 51° 16' 37 N, 07° 24' 45 O Abb. 4 Teppichartiger Bestand von Lysimachia nemorum an einem sickerfeuchten Waldweg bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 279 m, 51° 16' 39 N, 07° 24' 46 O

Abb. 5 Blüte von Lysimachia nemorum an einem Weg am Ufer der Ennepe bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 248 m, 51° 16' 27 N, 07° 24' 17 O Abb. 6 Krichende Sprossachsen von Lysimachia nemorum an einem Weg am Ufer der Ennepe bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 248 m, 51° 16' 27 N, 07° 24' 17 O


Nicht gesichert ist das Benennungsmotiv des Gattungsnamens Lysimachia L. Es bedeutet gr. "lysis" (= Lösung) und gr. "mache" (= Krampf), also krampflösend. Möglicherweise drückt sich darin eine alte heilmedizinische Anwendung aus. Im Englischen wird die Gattung (zusammen mit den Blutweiderichen, Lythrum L.) heute noch als loosestrife bezeichnet - was die selbe etymologische Herkunft hat. Das Epitheton nemorum stammt von lat. "nemorum" (= Wald-), nach dem Standort der Art.

Lysimachia nemorum ist ein hübscher Bodendecker für Gehölzpflanzungen. Bevorzugt sollte der Boden leicht sauer und feucht sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Lysimachia nemorum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lysimachia-nemorum.html am Tg.Mo.Jahr.

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