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Melissa officinalis L.
Zitronen-Melisse, Melissa, Lamiaceae (= Labiatae) - Lippenblütler
Sommerblüher, VI–VIII, 30–80 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Zitronen-Melisse tritt in Mitteleuropa lückenhaft bis selten auf und besiedelt gerne feuchte Biotope, sowie Ruderalstandorte in Siedlungsnähe. Ursprünglich ist es eine osteuropäisch-westasiatische Art, die in Mitteleuropa schon vor 1.500 n Chr. eingebürgert ist (Archäophyt). Die Pflanzen duften ausgeprägt nach Zitrone und bilden kurze Ausläufer.Die Stägel sind dünn und 4-kantig, verzweigt und wenig behaart. Die Läubblätter sind eiförmig bis rhombisch, grob regelmäßig gezähnt und wenig behaart bis kahl. Die Blüten stehen in Scheinquirlen (zwei gegenüberliegende Blütenstände bilden scheinbar einen Blütenstand, der wie ein Quirl = Wirtel aussieht), wie es typisch für viele Lamiaceae ist. Die Einzelbüte hat eine weiße Krone und ist 1–1,5 cm lang. Selten gibt es Pflanzen mit gelblichen oder blassrosa Kronen.


Abb. 1 Die in Scheinquirlen stehenden Blütenstände einer Melissa officinalis im Renaturierungsgebiet der Nette bei Grefrath-Vinkrath, 20.08.2916, 34 m, 51° 22' 11 N, 06° 19' 38 O Abb. 2 Die weiße Krone der Melissa officinalis im Renaturierungsgebiet der Nette bei Grefrath-Vinkrath, 20.08.2916, 34 m, 51° 22' 11 N, 06° 19' 38 O7 O


Der Gattungsname Melissa L. stammt von gr. "meli" (= Honig), nach dem Duft und der Eigenschaft als ausgesprochene Bienenpflanze. Das Epitheton officinalis kommt von lat. "officina" (= Werkstatt), im Sinne von Apotheke, beziehungsweise Offizin, und ergibt sich aus der Nutzung der Pflanzen als Arzneimittel.

Melissa officinalis wird relativ häufig als Pflanze im Stauden- oder Kräutergarten angebaut. Eine flache Rhizomsperre bewahrt vor unerwünschter Ausbreitung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S..
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Melissa officinalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/melissa-officinalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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