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Moraea spathulata (L. f.) Klatt
  synonym: Iris spathacea Thunb.
                 Iris spathulata L. f.
                 Moraea longispatha Klatt
                 Moraea spathacea (Thunb.) Ker Gawl.
Mores Bergiris, Iridaceae - Schwertliliengewächse
Frühsommerblüher, IV–VII, 50–90 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Moraea spathulata Klatt stammt aus dem südlichen Afrika (Südafrika, Mosambique, Zimbabwe, Lesotho, Swaziland) und kommt dort in bergigem Hügelland, Wiesen und Weiden, in Höhen bis etwa 2.400 m vor. Es sind dekorative, hell gelb blühende Zwiebelpflanzen, die den Schwertlilien sehr ähnlich sehen. Die Pflanzen sind gewöhnlich unverzweigt und bilden im Laufe der Zeit kleine Horste. Die Laubblätter sind länger als die Blütenstängel, bis 90 cm lang und 1,5 cm breit, linear, flach oder gekielt. Die Blüten sind gelb, die äußeren 3 Perigone bis 5 cm lang, meist zurück gebogen mit dunkelgelben Nektarsignalflecken. Die inneren 3 Perigone sind aufrecht, bis 4 cm lang.


Abb. 1 Blüte der Moraea spathulata, in einem Privatgarten in der Steiermark, Österreich, 26.05.2013, Photo G. Gußmag Abb. 2 Moraea spathulata im Exotenbeet eines Privatgartens in der Steiermark, Österreich, 10.05.2014, Photo G. Gußmag

Abb. 3 Schmale Blätter der Moraea spathulata im 0,25L-Anzuchttopf, Privatgarten, 04.08.2014


Der Gattungsname Moraea Mill. wurde zu Ehren des englischen Reisenden Robert More (1793–1780) etabliert. Ursprünglich wurde der Name Morea geschrieben, von Linné aber in Moraea umgeändert, womöglich zu Ehren seines Schwiegervaters Johan Moraeus (1672–1742), einem schwedischen Bergwerksarzt. Das Art-Epitheton spathulata stammt von gr. "spathe" (= Blütenscheide der Palme) und wegen der morphologischen Ähnlichkeit später lat. "spatula" (= Spatel), einem Werkzeug mit Stiel und flacher Spreite, das an das botanische Merkmal der spatelförmigen Laubblattspreiten erinnert. Die germanischen Wörter für das Gartengerät "Spaten" haben übrigens die selbe etymologische Wurzel.

Bisher gibt es noch nicht viele Erfahrungen mit Moraea spathulata im mitteleuropäischen Garten. Empfehlenswert wäre ein sonniger, warmer Standort in lockeren, sandigen oder gut drainierten, neutralen bis leicht sauren Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Moraea spathulata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/moraea-spathulata.html am Tg.Mo.Jahr.

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