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Persicaria hydropiper (L.) Delarbre
  synonym: Polygonum hydropiper L.
Wasserpfeffer, Pfeffer-Knöterich, Polygonaceae - Knöterichgewächse
Sommerblüher, VII–IX, 20–70 cm hoch, sommergrün, einjährig

Der Wasserpfeffer tritt in Mitteleuropa überwiegend gemein auf, lediglich im Nordosten und den trockeneren Gebirgen verbreitet bis zerstreut. Sein Verbreitungsgebiet ist circumpolar, ostasiatisch bis Ozeanien. Bevorzugt siedelt er an feuchteren, kalkfreien Standorten wie Ufern von Gewässern, Waldwegen und Äckern. Es sind einjährige, niederliegende bis aufsteigende Pflanzen. Die Stängel sind grün. Die Laubblätter sind kurz gestielt, grün, lanzettlich, ohne Fleck und schmecken scharf. Die Nebenblattscheiden (Ochrea) sind fast kahl und am Rand 1–2 mm lang bewimpert. Die Scheinähren sind schlank, locker. meist nickend bis übergebogen. Die Perigonblätter (Perigon deshalb, weil sich Kron- und Kelchblätter nicht unterscheiden lassen) sind weiß oder rosafarben, mit vielen gelblichen bis bräunlichen Drüsen. Später bilden sich schwarzbraune, matte, 3-kantige, 2,5–4 mm große Nussfrüchte.



Abb. 1 Typisch für Persicaria hydropiper ist die fast kahle Ochrea mit langen Wimpern, Waldweg bei Ennepetal-Peddenöde, 01.09.2018, 251 m, 51° 16' 33 N, 07° 24' 19 O Abb. 2 Nickende Blütenähren und etwas gewellte Laubblätter bei Persicaria hydropiper, Waldweg bei Ennepetal-Peddenöde, 01.09.2018, 251 m, 51° 16' 33 N, 07° 24' 19 O


Der Gattungsname Persicaria Mill. existierte schon vorlinnäisch und leitet sich ab von gr. "persaia" (=  Pfirsichbaum), nach den länglich-lanzettlichen Laubblättern. Das Epitheton hydropiper stammt von gr. "hydor" (= Wasser) und gr. "peperi" (= Pfeffer), lateinisiert zu "Wasserpfeffer", nach dem pfefferartigen Geschmack der Laubblätter.

Persicaria hydropiper ist ein hübscher, einjähriger Sommerblüher, der wohl eher die Konnotation des Unkrauts besitzt, sich aber gut in den naturnahen Garten einpasst. Alternativ bieten sich die mehrjährigen Periscariae an, die es in vielfältigen Sorten im Gartenhandel gibt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Persicaria hydropiper. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/persicaria-hydropiper.html am Tg.Mo.Jahr.

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