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Persicaria pensylvanica (L.) M. Gómez
  synonym: Persicaria mississippiensis (Stanford) Small
                 Polygonum omissum Greene
                 Polygonum pensylvanicum L.
Pennsylvanischer Knöterich, Polygonaceae - Knöterichgewächse
Spätsommerblüher, VIII–XI, 10–150 cm hoch, sommergrün, einjährig

Der Pennsylvanische Knöterich stammt aus Nordamerika, wo die Pflanzen an feuchten Stellen entlang von Gewässern, an Pfützen, auf Äckern und Ruderalstandorten in Höhen von 0–1.800 m über NN wachsen. In Mitteleuropa ist die Art verwildert und tritt selten im Westen auf. In anderen süd- und westeuropäischen Ländern ist der Pennsylvanische Knöterich ebenfalls eingebürgert. Es sind einjährige, aufsteigende bis aufrechte Pflanzen, die gelegentlich an den Knoten bewurzeln, aber keine Rhizomausläufer bilden. Die Stängel sind einfach oder verzweigt, grün und rötlich, oberwärts meist mit kurzen gestielten Drüsen, seltener kahl oder anliegend flaumig behaart. Die Laubblätter sind mehr oder weniger gestielt, breit- bis schmal-lanzettlich, 4–17 cm lang, 0,5–4,8 cm breit, oberseits gelegentlich mit dunklem, 3-eckigem oder rundem Fleck, beidseits kahl oder anliegend flaumig behaart. Die Nebenblattscheiden sind bräunlich, kahl oder anliegend flaumig behaart, am Rand mehr oder weniger bewimpert, 0,5–2 cm lang, zylindrisch und papierartig. Die Scheinähren stehen terminal oder axillär, sind gestreckt oder nickend, 0,5–5 cm lang, 0,5–1,5 cm breit, mit 1–7 cm langem, kahlem oder oberwärts behaartem Blütenstandsstiel. Die Perigonblätter (Perigon deshalb, weil sich Kron- und Kelchblätter nicht unterscheiden lassen) sind intensiv rosafarben oder grünlich. Später bilden sich schwarze oder braune, bis 3,4 mm lange Nussfrüchte.

Persicaria pensylvanica ist eine sehr variable Spezies. Die in Mitteleuropa eingebürgerten Sippen haben an Stängeln und Blütenstandsstielen oberwärts kurze gestielte Drüsen. Bei P. pensylvanica handelt es sich um eine allotetraploide Art, deren eines Elter wohl P. lapathifolia (L.) Delarbre darstellt.


Abb. 1 Hübscher Bestand der Persicaria pensylvanica im Edith J. Carrier Arboretum, Harrisonburg, Virginia, 13.10.2019 Abb. 2 Kahle und bewimperte Nebenblattscheide von Persicaria pensylvanica am Wegesrand des Browns Hollow Trail, New Market, Virginia, 18.10.2019, 344 m, 38° 38' 16 N 78° 35' 37 W

Abb. 3 Pflanzen von Persicaria pensylvanica am Wegesrand des Browns Hollow Trail, New Market, Virginia, 18.10.2019, 344 m, 38° 38' 16 N 78° 35' 37 W Abb. 4 Lanzettliche Laubblätter der Persicaria pensylvanica am Wegesrand des Browns Hollow Trail, New Market, Virginia, 18.10.2019, 344 m, 38° 38' 16 N 78° 35' 37 W

Abb. 5 Blühende Persicariae pensylvanicae mit intensiv rosafarbenen Blütenständen. Edith J. Carrier Arboretum, Harrisonburg, Virginia, 13.10.2019


Der Gattungsname Persicaria Mill. existierte schon vorlinnäisch und leitet sich ab von gr. "persaia" (=  Pfirsichbaum), nach den länglich-lanzettlichen Laubblättern. Das Epitheton pensylvanica referiert auf den Naturstandort.

Persicaria pensylvanica ist ein hübscher Spätsommerblüher, allerdings einjährig. Hier bieten sich eher die mehrjährigen Periscariae an, die es in zahlreichen Arten und Sorten im Gartenhandel gibt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Persicaria pensylvanica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/persicaria-pensylvanica.html am Tg.Mo.Jahr.

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