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Photinia glabra (Thunb.) Franch. & Sav.
  synonym: Crataegus glabra Thunb.
Japanische Glanzmispel, Rosaceae - Rosengewächse
Frühlingblüher, IV–V, 3–7 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Japanische Glanzmispel stammt aus dem ostasiatischen Raum (China, Japan, Myanmar und Thailand), wo die Pflanzen in Wäldern oder Strauchgesellschaften in Höhen von 500–800 m über NN wachsen. Es sind immergrüne, reich verzweigende, aufrechte bis überhängende Sträucher oder kleine Bäume. Die Zweige sind anfangs braun bis grau-braun, später grau-schwarz, kahl und von schwarzen, runden Lentizellen (Korkwarzen) bedeckt. Die Laubblätter sind länglich-oval bis elliptisch, dick ledrig, anfangs rot, später glänzend grün, schwach gezähnt, 5–9 cm lang, 2–4 cm breit und beidesits kahl. Die Blüten stehen in vielblütigen, traubigen, bis 12 cm breiten Ebensträußen (= Corymbus, bei dem die inneren Blüten kürzer und die äußeren länger gestielt sind). Blütenstandsachse und Blütenstiele sind kahl. Die Einzelblüten sind 5-zählig, 7–8 mm im Durchmesser, mit weißen, 2–3 mm langen, ovalen, oberseits etwas behaarten Kronblättern. Es finden sich 20 Staubfäden, die etwas so lang oder etwas länger als die 3-eckigen Kelche sind. Später bilden sich etwa 5 mm große, ovale, rote und kahle.

Am häufigsten in Mitteleuropa in Kultur ist Photinia ×fraseri Dress, eine mutmaßliche Hybride mit der ebenfalls aus Ostasien stammenden P. serratifolia (Desf.) Kalkman<
. Diese unterscheidet sich kaum von der Art und wird mit mehreren Sorten im Gartenhandel angeboten. Bekannt dürfte 'Red Robin' sein, die eine auffällige karminrote Färbung frischer Laubblätter aufweist.


Abb. 1 Weiße, 5-zählige Blüten der Photinia glabra in der Fußgängerzone von Olbia, Sardinien, 02.04.2018 Abb. 2 Rote, neu austreibende Laubblätter und Blütenstand im Knospenstadium von Photinia glabra, Fußgängerzone in Olbia, Sardinien, 02.04.2018

Abb. 3 Als Hochstämme getrimmte Pflanzen der Photinia glabra in der Fußgängerzone von Olbia, Sardinien, 02.04.2018


Der Gattungsname Photinia Lindl. leitet sich ab von gr. "phos" (= Licht), zu gr. "photeinos" (= leuchtend), nach den glänzenden Laubblättern. Das Art-Epitheton glabra stammt von lat. "glaber" (= kahl, glatt), nach den kahlen, glänzenden Laubblättern.

Photinia glabra sind winterhart bis Z 7 und eine hübsche, immergrüne Ergänzung für den Gehölzgarten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Photinia glabra. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/photinia-glabra.html am Tg.Mo.Jahr.

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