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Prostanthera cuneata Benth.
Tasmamische Bergminze, Lamiaceae (= Labiatae) - Lippenblütler
Sommerblüher, V–VIII, 30–100 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Tasmamische Bergminze stammt aus Südost-Australien und Tasmanien, in subalpinen bis alpinen Regionen auf offenen, felsigen Hängen oder nahe von Bächen und Strömen, in Gebieten mit relativ hohen Niederschlägen. Mancherorts ist sie noch in größeren Beständen vorhanden, aber insgesamt wohl schon stark zurück gegangen. Es sind grazile, immergrüne Sträucher bis 1 m Höhe und 2 m Breite, mit dunkelgrünen, nur bis 6 mm großen, rundlichen, intensiv nach Minze duftenden Blättern. An der Basis sind die Blätter keilförmig auslaufend. Die Blüten erscheinen mit Beginn des Sommer, meist sehr zahlreich, bis 1,2 cm im Duchmesser, weiß-rosa, mit roten bis blau-violetten Flecken.


Abb. 1 Blühender Strauch der Prostanthera cuneata mit den hübschen, gemusterten Kronen, Privatgarten, 14.05.2007 Abb. 2 Rundliche, grün glänzende und zierliche Blätter von Prostanthera cuneata, Privatgarten, 13.07.2014

Abb. 3 Die weißen Blüten der Prostanthera cuneata haben innen blau-violette Flecken, Privatgarten, 12.07.2014 Abb. 4 Etwa 2-jährige Containerpflanze von Prostanthera cuneata, 20–30 cm im 0,5L-Topf, 13.07.2014


Der Gattungsname Prostanthera Labill. setzt sich zusammen aus gr. "prostehma" (= Anhängsel) und gr. "antheros" (= blühend) und beschreibt das spornartige Anhängsel der Staubbeutel (Antheren). Das Epitheton cuneata stammt von lat. "cuneatus" (= keilförmig) und bezieht sich auf die Form der Laubblätter.

Prostanthera cuneata ist geeignet für milde Regionen, an kalten Standorten mit leichtem Winterschutz, Extremwinter bis –20 °C sollte sie mit kurzfristigen Schutzmaßnahmen überleben. Da die Lebensdauer der Pflanzen nicht sehr lang ist, wäre es ratsam, Absenker der Freilandpflanze zu ziehen. Hierzu häufeln Sie etwas Erde über bodennahe Triebe und beschweren diese mit einem Stein. Nach ein bis zwei Jahren sind diese bewurzelt und können von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Es ist nur nötig, die ursprünglichen Zweige zu trennen, kein Verpflanzen, das war's.

Der Boden beim Anbau in Mitteleuropa sollte immer leicht feucht sein, aber gleichzeitig auch gut drainiert. Auf jeden Fall ist ein saurer Boden ratsam. Sonnige Plätze sind ideal, Halbschatten wird auch problemlos vertragen. Es wird angenommen, dass plötzliches Absterben einzelner Pflanzen mit Infektionen des Pilzes Phytophthora cinnamoni zusammenhängen soll. Daher sind Verletztungen der Pflanzen zu vermeiden oder beim Schnitt nur mit sauberem Werzkeug vorzugehen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Ross, T & Irons, J. 1997: Australian Plants. A Guide to their Cultivation in Europe. – Ceros-Verlag, Frrankfurt am Main, 307 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Prostanthera cuneata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/prostanthera-cuneata.html am Tg.Mo.Jahr.

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