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Puya mirabilis (Mez) L. B. Sm.
Bolivianische Puya, Bromeliaceae - Bromeliengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 60–150 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Puya mirabilis stammt aus Argentinien und Bolivien, wo die Pflanzen in Felshabitaten bsi 2.600 m über NN wachsen. Die Pflanzen bilden lockere Rosetten aus 60–70 cm langen, lanzettlichen, steifen, locker grob gezähnelten, grünen bis blausilbrigen Blättern. Meist bilden sich nur kurze oder keine Stämmen. Nach der Blüte sterben die betreffenden Sprossachsen ab und es bilden sich meist neue, so dass sich im Laufe der Jahre Plfanzen mit mehrere Blattschöpfen bilden. Der Blütenstand ist eine aufrechte, bis 50 cm lange, lockere Traube mit relativ wenigen Blüten. Die Kelchblätter sind 3-zählig, bis 5 cm lang, grün und mit grauen Schuppen bedeckt. Die Kronblätter sind kahl, grünlich-gelb, bis 10 cm lang, an der Spitze umgeschlagen und spatelförmig. Die 6 Staubblätter ragen etwas aus der Krone heraus. Später bilden sich Kapselfrüchte mit zahlreichen Samen. Im Gegensatz zu den meisten Arten der Gattung bildet P. mirabilis schon nach wenigen Jahren das erste Mal eine Blüte. Manchmal sterben die Pflanzen nach der Blüte ab. Siehe auch Puya Mol.


Abb. 1 Blüte der Puya mirabilis mit den gelblich-grünen Kronblöättern und der braunschwarzen Blütenstandsachse, Privatgarten, 09.09.2013 Abb. 2 Blattrosette von Puya mirabilis an einer Topfplanze in einem Privatgarten, 24.08.2016

Abb. 3 Blüte der Puya mirabilis mit den grünen bis braunschwarzen Kelchblättern und den spitz zulaufenden Tragblättern, Privatgarten, 09.09.2013 Abb. 4 Blüte der Puya mirabilis mit grünem Stempel und 6 Staubfäden. Die Kronblättern sind umgeschlagen, Privatgarten, 09.09.2013

Abb. 5 Blüte der Puya mirabilis mit Staubfäden, die aus der Blütenkrone herausragen, Privatgarten, 09.09.2013 Abb. 6 Das Laubblatt von Puya mirabilis ist oberseits kahl und hat an den rändern eine grobe Zähnelung, Privatgarten, 24.08.2016


Der Gattungsname Puya stammt von span. "puya" (= Lanzenspitze des Pikadors), nach den spitz zulaufenden Hoch- und Tragblättern der Blütenstände, beziehungsweise den im Umriss der Waffe ähnlichen Trauben. Das Art-Epitheton mirabilis stammt von lat. "mirabilis" (= wunderbar) und bezieht sich wohl auf die ungewöhnlichen Blüten der Art.

Puya mirabilis ist eine robuste Puya für den Wintergarten oder die Sommerdekoration der Terrasse. Im Winter sollten die Pflanzen kühl und trocken stehen, insbesondere nach der Blüte.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Puya mirabilis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/puya-mirabilis.html am Tg.Mo.Jahr.

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