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Rehderodendron macrocarpum H. H. Hu
   synonym: Rehderodendron mapienense H. H. Hu
Großfrüchtiges Rehderodendron, Styracaceae - Storaxbaumgewächse
Erstfrühlingblüher, III–IV, 7–10 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Rehderodendron macrocarpum stammt aus Südwest-China und Vietnam, wo die Pflanzen als wichtiges Element in den subtropischen Laubwäldern auf 1.000–1.500 m über NN wachsen. Es sind laubabwerfende Bäume oder große Sträucher mit einem Stamm, der bis 20 cm im Durchmesser dick werden kann und eine dunkelgraue Borke aufweist. Junge Zweige sind purpurrot bis karmesinrot, behaart oder kahl. Die Laubblätter haben bis 1,5 cm lange, rote Stiele, die Blattfläche ist länglich oval bis eiförmig, 9–13 cm lang, 4–5,5 cm breit, unterseits fast kahl mit lockerer Behaarung an der Nervatur, oberseits kahl. An den Rändern sind die Laubblätter leicht gesägt. Die Blütenstände sind kleine, 6–8-blütige Trauben, 4–5 cm lang, dicht grau und flaumig behaart. Die Einzelblüten haben einen bis 1 cm langen Stiel, sind hängend, mit weißer, becherförmiger Krone. Später bilden sich rot-braune, bsi 9 cm lange, kahle Früchte, die 2–2,5 cm große, braune Früchte enthalten.


Abb. 1 Etwa 2 m hoher, schon 3 Jahre ausgepflanzter Strauch des Rehderodendron macrocarpum in einem Privatgarten in Tecklenburg, 09.07.2016 Abb. 2 Die Laubblätter von Rehderodendron macrocarpum in einem Privatgarten in Tecklenburg, 09.07.2016

Abb. 3 Sprossachsen von Rehderodendron macrocarpum mit den rötlichen Zweigen, Privatgarten in Tecklenburg, 09.07.2016


Der Gattungsname Rehderodendron H. H. Hu wurde zu Ehren von Alfred Rehder (1863–1949) etabliert, einem deutschen Dendrologen; mit dem Suffix gr. "dendron" (= Baum). Das Art-Epitheton macrocarpum stammt von gr. "makros" (= lang, groß) und gr. "karpos" (= Frucht), zu "großfrüchtig", nach den großen Früchten der Art.

Rehderodendron macrocarpum ist ein hübscher Frühjahrblüher mit weißen, becherförmigen Blüten. Geichwohl die Art aus subtropischen stammt, halten die Pflanzen einige Fröste aus. Erste mittelfristige Erfahrungen deuten eine Winterhärte bis –17 °C an und damit potentiell für Z 7b, was allerdings noch nicht langfristig belegt ist. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Platz, der Boden sollte immer leicht feucht sein, idealerweise mullreich.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Rehderodendron macrocarpum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/rehderodendron-macrocarpum.html am Tg.Mo.Jahr.

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