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Reseda alba L.
Weiße Resede, Weißer Wau, Resedaceae - Resedengewächse
Frühling-, Sommerblüher, 30–90 cm hoch, V–IX, (immer-)sommergrün, ein-, zweijährig, kurzlebig

Die Weiße Resede stammt ursprünglich aus dem südeuropäisch-westasiatischen Raum, wo die Pflanzen bevorzugt an sandigen Stellen nahe der Küste oder Ruderalstandorten auftreten. Die Art ist inzwischen fast weltweit in wärmeren Regionen eingebürgert. Sie verwildert in Mitteleuropa nur selten und unbeständig, wird gelegentlich als Zierpflanze angebaut. Die Pflanzen sind aufsteigend bis aufrecht, kahl und meist verzweigt. Die Laubblätter sind 3–15 cm lang, 3–5 cm breit, im Umriss mehr oder weniger oval, tief fiederteilig eingeschnitten mit 4–15 Paar lanzettlicher Abschnitte. Die Blüten stehen in dichten, 20–40 cm langen Trauben und haben weiße, wohlriechende Kronen. Kelche und Kronen sind 5(–6)-teilig. Später bilden sich 8–14 mm lange, aufrechte, zylindrische bis länglich-ovale Fruchtkapseln, die am Ende eine 4-zähnige "Krone" aufweisen.


Abb. 1 Pflanzen der Reseda alba am Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O Abb. 2 Pflanze der Reseda alba am Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O

Abb. 3 Fiederteilige Laubblätter von Reseda alba am Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O Abb. 4 Fruchtstand von Reseda alba am Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O

Abb. 5 Blüten der Reseda alba mit weißen Kronblättern. Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O Abb. 6 Bestand der Reseda alba am Strand von Golfo Aranci, Sardinien, 02.04.2018, 1 m, 41° 00' 09 N, 09° 36' 59 O


Der Gattungsname Reseda L. leitet sich ab von lat. "resedare" (= lindern, stillen), nach der Heilwirkung der Pflanzen. Das Epitheton alba stammt von lat. "luteus" (= gelb) und bezieht sich auf die Farbe der Blüten.

Für trockene, sonnige Stellen im Garten ist Reseda alba sehr gut als Sommerblüher geeignet. Die Pflanzen bevorzugen neutrale bis kalk- oder basenhaltige Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Polunin, O. & Smythies, B. E. 1997: Flowers of South-West Europe. – Oxford University Press, Oxford, New York, 480 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Reseda alba. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/reseda-alba.html am Tg.Mo.Jahr.

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