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Rosmarinus officinalis L.
Rosmarin, Lamiaceae (= Labiatae) - Lippenblütler
Ganzjahresblüher am Naturstandort, I–XII, 50–200 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Rosmarin stammt aus den Garrigues und Macchien des mediterranen Raums. Das Verbreitungsbiet umfasst neben dem Mittelmeergebiet auch die Kanaren und das Schwarze Meer auf der Krim. Es sind immergrüne, aromatische Sträucher, die basal verholzen und braune Zweige haben. Die Laubblätter sind sitzend, schmal lineal, 1,5–4 cm lang, mit eingerolltem Rand, oberseits grün und unterseits weiß filzig. Die Blüten sind gestielt, meist hellblau, gelegentlich rosafarben, weiß oder dunkelblau, bis 12 mm lang und weisen 2 weit heraus ragende Staubblätter auf.

Schon in der Antike wurde der Rosmarin vielerorts als Aromastrauch im Mittelmeergebiet kultiviert. Auch heute noch gibt es große Anbaugebiete.



Abb. 1 Blüten von Rosmarinus officinalis an einem Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 17.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O Abb. 2 Blüten von Rosmarinus officinalis an einem Wegesrand am Monte Nai, Costa Rei, Sardinien, 17.10.2016, 95 m, 39° 15' 45 N, 09° 34' 02 O


Der Gattungsname Rosmarinus L. stammt von lat. "ros marinus", auch "marinus ros", einer antiken Bezeichnung für den Rosmarinstrauch, ohne dass ein eindeutiges Benennungsmotiv darlegbar wäre. Das Epitheton officinalis kommt von lat. "officina" (= Werkstatt), im Sinne von Apotheke, beziehungsweise Offizin, und ergibt sich aus der arzneilichen beziehungsweise aromatherapeutischen Nutzung der Pflanzen.

Rosmarinus officinalis ist bis Z 8 winterhart, sofern ein geschützter Standort gewählt wird, die Pflanzen sonnig und trocken stehen und der Boden nicht zu nährstoffreich reich. Ideal wäre zudem Kalkzusatz. Wenn Pflanzen nach durchschittlichen Wintern absterben, sind die Kulturbedingungen meist nicht ideal. Etablierte Pflanzen sollten weder genossen noch gedüngt werden. Leider Schnitt während der Saison hat den Rosmarin kompakt und dicht. In den Gartenmärkten werden zahlreiche Sorten angeboten, die sich hinsichtlich Habitus, Kronfarbe und Robustheit unterscheiden. Einen "superharten" Rosmarin gibt es bisher darunter nicht und es immer mal wieder mit Ausfällen zu rechnen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Rosmarinus officinalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/rosmarinus-officinalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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