Startseite

Rubus henryi Hemsl. & Kuntze
Immergrüne Himbeere, Rosaceae - Rosengewächse
VollFrühlingblüher, V–VI, bis 600 cm lang, immergrün, mehrjährig

Die Immergrüne Himbeere stammt aus China, wo die Pflanzen in submontanen Gehölzfluren, Gebirgstälern, Dickichten, Wäldern oder an Wegesrändern bis in Höhen von 2.500 m über NN wachsen. Es sind immrgrüne, klatternde, bis 6m lange Sträucher. Die Zweige (Schößlinge) sind braun oder rötlich, mit wenigen gebogenen Stacheln, zu Beginn flaumig behaart, später kahl. Überhängende Schößlinge können bei Bodenkontakt bewurzeln. Die Blätter sind 3–5-lappig, bis 15 cm lang, haben einen 3–6 cm langen Stiel, sind oberseits kahl, unterseits grau oder gelblich wollig bedeckt. Gelegentlich finden sich einzelne Stacheln auf der Nervatur der Unterseite. Die Blattränder sind fein gesägt. Die Blütenstände sind terminale oder axilläre, 9–20-blütige, 7–12 cm lange Trauben. Die einzelnen Blüten sind kurz gestielt, haben einen grauen oder gelblichen Kelch mit schmal 3-eckig, zurück geschlagenen Kelchblättern. Die Kronblätter sind rötlich und schmal eiförmig bis 3-eckig. Später bilden sich schwarze, fast kugelige, bis 1,5 cm große Sammelfrüchte. Aus jungen Blättern wird in China Tee fermentiert.



Abb. 1 Die Blätter von Rubus henryi sind meist 3-lappig mit lanzettlichen Lappen und fein gesägtem Rand, Privatgarten, 29.06.2016 Abb. 2 Die roten Kronblätter des Rubus henryi sind schmal eiförmig bis 3-eckig mit weichem Zipfel, Privatgarten, 29.06.2016


Der Gattungsname Rubus L. wurde schon vorlinnäisch gebraucht, lat. "rubus" (= Brombeerstrauch). Das Epitheton henryi wurde zu Ehren des englischen Pflanzensammlers Augustine Henry (1857–1930) etabliert, der sehr aktiv in China war.

Rubus henryi ist eine sehr dekorative Rubus-Art, die durch den immergrünen Habitus auffällt. Besonders die 3-lappigen Laubblätter sind im Winter dekorativ und zieren den "schlafenden Garten". Die Pflanzen sind sehr robust und tolerieren Standorte im Schatten als auch sonnig. Die Ansprüche an den Boden sind gering; winterhart bis Z 7a.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Rubus henryi. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/rubus-henryi.html am Tg.Mo.Jahr.

© Tropengarten

info@tropengarten.de