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Sabal causiarum (O. F. Cook) Becc.
  synonym: Inodes causiarum O. F. Cook
                 Inodes glauca Dammer
                 Sabal haitensis Becc. ex Martelli
                 Sabal questeliana L. H. Bailey
Puerto Rico-Hutpalme, Arecaceae - Palmen
Sommerblüher, VI–VII, bis 10 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Puerto Rico-Hutpalme stammt von den karibischen Inseln Anagada, Hispaniola und Puerto Rico, wo die Pflanzen in den küstennahen Regionen bis auf 100 m über NN natürlicherweise vorkommen. heutzutage wird die Art realtiv häufig in warmen Regionen der Welt als Zierpflanze angebaut. Die Pflanzen wachsen aufrecht, bilden einen unverzweigten Stamm und erreichen Höhen bis 10 m. Der Stamm ist grau, mit horizontalen Narben der abgefallenen Blattscheiden gezeichnet und hat einen Durchmesser von 35–70 cm. Die Blattkrone ist relativ klein im Verhältnis zum mächtigen Stamm und besteht bei erwachsenen Exemplaren aus 20–30 Laubblättern. Die Laubblätter sind deutlich costapalmat, fädentragend, mattgrün oder manchmal bläulich-grün, bis 180 cm lang und weisen 60–120 tief eingeschnittene Segmente auf. Der Blütenstand ist länger als die Laubblättern, bogig überhängend, mehrfach verzweigt. Die zahlreichen Einzelblüten sind cremeweiß. Später bilden sich kugelige, beidseits abgeflachte, schwarze, bis 1,1 cm große Früchte. Weitere Sabal-Arten.

Abb. 1 Pflanze der Sabal causiarum mit den typischen, tief eingeschnittenen Laubblättern, im Jardin Botanico La Concepcion bei Malaga, 05.10.2008 Abb. 2 Ältere Sabal causiarum in einem Privatgarten in Englewood, Florida, 31.01.2009

Abb. 3 Blätterkrone einer Sabal causiarum in einem Privatgarten in Englewood, Florida, 31.01.2009 Abb. 4 Costapalmates Laubblatt der Sabal causiarum im Jardin Botanico La Concepcion bei Malaga, 05.10.2008

Abb. 5 Noch niedriges Exemplar der Sabal causiarum mit Fruchtbildung, im Jardin Botanico La Concepcion bei Malaga, 05.10.2008 Abb. 6 Fruchtstände der Sabal causiarum mit grünen, noch unreifen Früchten. Jardin Botanico La Concepcion bei Malaga, 05.10.2008


Der Gattungsname Sabal Adans. ist etymologisch ungeklärt, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach einer karibischen Sprache entlehnt sein. Das Art-Epitheton causiarum stammt von lat. "causia" (= Hut), da aus ihren Blättern Hüte geflochten werden. Irrtümliche Schreibweisen sind "S. causarium", "S. causiarium", "S. causarum", "S. casuarium" und vielfältige andere.

Sabal causiarum ist eine robuste Palme für tropische bis warm gemäßigte Regionen ohne ausgeprägte Frostperioden. Etablierte, ältere Pflanzen sind sehr trocken resistent und vertragen durchaus Salzwinde. Der Boden sollte durchlässig sein. In Mitteleuropa ist die Art nicht winterhart und wird als Kübelpflanze gehalten, die den Wintergarten und im Sommer die Terrasse ziert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jones, D. L. 1994: Palmen. – Könemann Verlag, Köln, 409 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Sabal causiarum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/causiarum.html am Tg.Mo.Jahr.

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