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Salvia rutilans Carrière
   synonym: Salvia elegans Vahl
Ananas-Salbei, Honigmelonen-Salbei, Lamiaceae (= Labiatae) - Lippenblütler
(Spätsommer-) Herbstblüher, VIII–XII, 120–150 cm hoch, (immer-)sommergrün, mehrjährig

Der Ananas-Salbei ist ein krautiger Halbstrauch Pflanze aus Mittelamerika (Guatemala und Mexiko), der in Eichen- und Kieferwäldeern auf 1.800–2.700 m über Meeresspiegel wächst. Die Stängel wachsen aufrecht, ausladend, sind behaart und tragen gegenständige, ebenfalls weich behaarte, einfache Laubblätter mit gesägtem Blattrand. Die Blüten stehen zu 4 in Wirteln, sind leuchtend rot und haben 5 verwachsene Kronblätter. Die Pflanzen werden vorwiegend von Kolibris bestäubt.

Manche Autoren sehen die sehr ähnliche Salvia elegans als Synonym. Diese ist in allen Teilen etwas kleiner und wird im Gartenbau häufig als Ananas-Salbei angeboten. In milden Regionen und besonders frostfreien Standorten blühen die Pflanzen den gesamten Winter über und bleiben immergrün.


Abb. 1 Die leuchtend roten Blüten der Salvia rutilans erscheinen im Spätsommer oder Herbst, Privatgarten, 05.01.2016 Abb. 2 Blütenstand der Salvia rutilans in einem frostfreien, beziehungsweise nur gering frostigem Winter, Privatgarten, 05.01.2016

Abb. 3 Blühender Halbstrauch der Salvia rutilans im Winter an einem geschützten, trockenen Standort in einem Privatgarten, 05.01.2016


Die Verwendung der Gattung Salvia L. als Heilpflanze erschließt sich auch etymologisch, lat. "salvare" (= retten, heilen). Das Epitheton rutilans stammt von lat. "rutilans" (= rötlich schimmernd) und verweist auf die purpurroten Blüten der Art.

Der Ananas-Salbei ist grenzwertig in Mitteleuropa und benötigt einen geschützten Standort. Winterhart dürfte er nur in den allermildesten Regionen des Niederrheins oder ausgezeichneter Innenstadtlagen sein. An sonstigen Standorten sind die zurückgefrorenen Pflanzen mit winterlichem Mull oder Reisig zu versehen. Alternativ bietet sich die Kübelhaltung an. Dann wird kühl und hell, aber frostfrei im Kaltgewächshaus oder Wintergarten die Pflanze überwintert. Bei Freilandexemplaren wird nach den ersten Frösten bodeneben zurückgeschnitten und eine Schutzschicht aufgebracht.

Ideal sind sonnige oder halbschattige Standorte vor Wänden oder in geschützten Winkeln. Als vorteilhaft hat sich ein trockener, gut drainierter Boden heraus gestellt; selbst reiner Sand wird gut vertragen. Im Laufe der Jahre breitet sich die Pflanze langsam über das Rhizom aus, jedoch ohne invasiv zu werden. Die Blätter sind hervorragend für die Küche geeignet, als Gewürz in Speisen oder Aromatisierung von Salaten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Salvia rutilans. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/salvia-rutilans.html am Tg.Mo.Jahr.

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