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Sarcococca hookeriana Baill.
Himalaya-Süßbeere, Himalaya-Fleischbeere, Buxaceae - Buchsbaumgewächse
Winter-, Erstfrühlingblüher, XII–IV, 40–120(–300) cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Himalaya-Süßbeere stammt aus dem Himalaya von Afghanistan bis Nepal und China, wo die Pflanzen in Wäldern und auf Berghängen in Höhen von 1.000–3.500 m wachsen. Es sind immergrüne, verzweigende Pflanzen, die schattige und halbschattige Standorte bevorzugen. Meist werden die Pflanzen bis 120 cm hoch, selten bis 300 cm. Junge Zweige sind flaumig behaart, später kahl und haben longitudinale Leisten. Die Laubblätter sind gestielt, gegen- oder wechselständig, sehr variabel im Umriss, meist oval bis lanzettlich, bis 11 cm lang, ledrig, oberseits glänzend dunkel-grün, entlang der Mittelrippe leicht flaumig und mit zugespitztem Ende. Unterseits ist die Mittelrippe eingedrückt oder eben. Im Winter erscheinen süß duftende, weiße Blüten in kurzen, etwa 1 cm langen Trauben. Die Blütenstandsachse ist flaumig und trägt 5–8 bevorzugt an der Spitze des Blütenstands sitzende, männliche und 1–2 bevorzugt an der Basis des Blütenstands sitzende, weibliche Blüten. Später bilden sich rote bis schwarze, rundliche Beerenfrüchte mit 2–3 anhängenden, vertrockneten Griffelresten. Oft sind beide generativen Merkmale, Blüten und Früchte, gemeinsam an den Pflanzen zu beobachten.

Von manchen Autoren werden zwei Unterarten akzeptiert:
- var. hookeriana mit wechselständigen Laubblättern und 3 Griffeln
- var. digyna Franch. mit (fast) gegenständigen, sehr variablen Laubblättern und 2 Grifffeln.


Abb. 1 Die kleinen, weißen Blüten der Sarcococca hookeriana treten oft gemeinsam mit den schwarzen Beerenfrüchten auf, Privatgarten, 24.11.2015 Abb. 2 Die glänzenden, schwarzen Früchte der Sarcococca hookeriana var. hookeriana haben 3 Griffelreste am Fruchtende, Privatgarten, 24.11.2015

Abb. 3 Männliche Blüte der Sarcococca hookeriana im Winter in einem Privatgarten, 24.11.2015 Abb. 4 Glänzemde, dunkel grüne Laubblätter von Sarcococca hookeriana in einem Privatgarten, 24.11.2015

Abb. 5 Etwa 2-jährige Topfpflanze 10–20 cm der Sarcococca hookeriana var. digyna im 0,5L-Topf, Privatgarten, 06.03.2016


Der Gattungsname Sarcococca Lindl. setzt sich zusammen aus gr. "sarx" (= Fleisch), beziehungsweise dessen Genitiv "sarkos" und gr. "kokkos" (= Kugel, Perle) und bezieht sich auf die Erscheinungsform der Beerenfrüchte. Das Art-Epitheton hookeriana wurde zu Ehren des englischen Botanikers William Jackson Hooker (1785–1865) etabliert.

Die Himalaya-Süßbeere ist ein perfekter Exot für lichten Schatten und auch vollschattige Plätze im Garten. Es sind genügsame Sträucher, die in Mitteleuropa durch die winterlichen Schneebedeckungen kaum höher als 1 m werden. Die schwarzen, glänzenden Früchte zieren im Winter den Strauch. Die Blüten hingegen sind unscheinbar, verströmen jedoch einen angenehmen Duft. In winterkalten Regionen ist leichte Abdeckung oder Mulchung der Pflanzen ratsam.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Sarcococca hookeriana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sarcococca-hookeriana.html am Tg.Mo.Jahr.

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