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Sarcopoterium spinosum Spach
     synonym: Poterium spinosum L.
Dornige Bibernelle, Rosaceae - Rosengewächse
Frühlingblüher, II–V, 30–60 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Dornige Bibernelle stammt aus dem östlichen mediterranen Raum und Vorderasien, wo die Pflanzen an offenen Standorten der Garrigue wachsen. Es sind mehrjährige, meist immergrüne, Kugelpolster bildende Sträucher, die dicht und sparrig verzweigen. Besonders die blattlosen, dornigen Seitentriebe verzweigen winkelig und geben den Pflanzen ihr typisches Aussehen. Junge Sprossachsen sind grau und filzig, später verkahlend. Die Laubblätter sind lanzettlich im Umriss, einfach gefiedert mit 9–15 fein gesägten, bald hinfälligen Fiederblättern. Die Blüten haben keine Kronblätter und stehen in endständigen, köpfchenförmigen Ähren. Die weiblichen Blüten werden typischerweise von einem beerenartigen Blütenbecher umschlossen, Name! Später bilden sich daraus rötliche Beerenfrüchte.

Abb. 1 Winkelig verzweigte Sprossachsen des Sarcopoterium spinosum mit einzelnen braunen Früchten, im Botanischen Garten Cagliari, Sardinien, 19.10.2016 Abb. 2 Kugelpolster des Sarcopoterium spinosum im Botanischen Garten von Soller, Mallorca, 28.09.2007

Abb. 3 Ährige Blütenstände des Sarcopoterium spinosum, oben die weiblichen, unten die männlichen Blüten. Botanischer Garten von Soller, Mallorca, 28.09.2007 Abb. 4 Einfach gefiederte Laubblätter von Sarcopoterium spinosum, Botanischer Garten Soller, Mallorca, 28.09.2007


Der Gattungsname Sarcopoterium Spach stammt von gr. "poterion" (= Trinkgefäß) und gr. "sarx" (= Fleisch), nach den fleischig werdenden Blütenachsenbechern. Das Epitheton spinosum stammt von lat. "spinosus" (= dornig, stachelig) und beschreibt die Wehrhafttigkeit der Pflanzen treffend.

Vom Sarcopoterium spinosum gibt es wenige, mittelfristig erfolgreiche Anbauversuche in den wintermilden Regionen Mitteleuropas. Ideal wäre ein sonniger, geschützter Standort auf mineralischen Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Sarcopoterium spinosum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sarcopoterium-spinosum.html am Tg.Mo.Jahr.

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