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Schefflera alpina Grushv. & Skvortsova
Fansipan-Strahlenaralie, Araliaceae - Araliengewächse
Herbstblüher, X–XI, bis 5 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Fansipan-Strahlenaralie ist ein Strauch vom Berg Fansipan in Vietnam, wo die Pflanzen in Wäldern in Höhen von 2.700–2.800 m über NN wachsen. Es sind immergrüne, zwittrige Pflanzen mit ledrigen, 8,5–12 cm langen, 3,4–4,5 cm breiten Laubblättern, die in 5–9 Abschnitte geteilt sind und einen 25–30 cm langen, rötlich-braunen Blattstiel haben. Die Laubblatt-Abschnitte sind elliptisch, oberseits dunkelgrün und kahl, unterseits hellgrün und behaart. Der Blütenstand ist eine axilläre, etwa 20 cm lange Gesamtrispe mit mehreren schirmförmigen Seitenähren, die jeweils 10–15 Einzelblüten aufweisen. Später bilden sich kugelige, etwa 4 mm große, purpurfarbene Früchte mit persistierendem Griffel.

Abb. 1 Laubblatt der Schefflera alpina mit den elliptischen Abschnitten, Privatgarten in Gangelt, 01.05.2019 Abb. 2 Oberseits dunkelgrünes, glänzendes Laubblatt der Schefflera alpina, Privatgarten in Gangelt, 01.05.2019


Der Gattungsname Schefflera J. R. Forst. & G. Forst. wurde zu Ehren des deutschen Naturforschers Johann Peter Ernst von Scheffler (1739–1809) etabliert, der Beiträge zum Tentamen Florae Gedanensis von Gottfried Reygers (1704–1788) lieferte und mit den Forsters befreundet war. Das Art-Epitheton alpina stammt von lat. "alpinus" (= Alpen-), nach dem Standort in gebirgigen Regionen.

Entsprechend ihrer Herkunft aus den mittleren Höhenlagen der Gebirge verträgt Schefflera alpina durchaus einiges an Frost. Inwiefern die Pflanzen sich zumindest in den wintermilden Regionen als hart erweisen, bleibt abzuwarten. In England sollen die Pflanzen schon –15 °C überstanden haben. Langfristversuche fehlen allerdings noch, insbesondere in Mitteleuropa. Der Boden sollte locker sein, humos, nicht zu trocken aber ohne Staunässe. Da die Art im Herbst frisch austreibt, können Fröste eventuell ein Problem sein, weshalb der Standort am besten halbschattig bis schattig unter dem Schutz von Bäumen, Bambus oder anderen Großgewächsen sein sollte.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Schefflera alpina. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/schefflera-alpina.html am Tg.Mo.Jahr.

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