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Scrophularia auriculata L.
Wasser-Braunwurz, Scrophulariaceae - Braunwurzgewächse
Sommerblüher, V–VIII, 30–70(–125) cm hoch, sommergrün, ein-, zweijährig, kurzlebig

Die Wasser-Braunwurz ist in Mitteleuropa selten und fast ausschließlich nur im Westen zu finden. Sie besiedelt die Ufer von Bächen, die Ränder von Stehgewässern oder Nasswiesen. Es sind kurzlebige Pflanzen mit 4-kantigen Stängeln, die durch herablaufende Blattränder geflügelt sind. Die Laubblätter sind gegenständig, kahl oder wenig behaart, länglich eiförmig, am Grunde herzförmig, oft mit stängelnahen Öhrchen. Die Blüten sind 9 mm lang, bilden eine krugförmige Röhre, sind dunkel purpurbraun, am Grund und unterseits grün. Die Kapselfrüchte sind kugelig, bespitzt.



Abb. 1 Blüte der Scrophularia auriculata mit der krugförmigen, dunkel purpurbraunen Röhre, Steinbruch Hahn in Aachen-Hahn, 01.08.2015, 264 m, 50° 42' 27 N, 06° 11' 32 O Abb. 2 Oberer Blütenstand der Scrophularia auriculata, Steinbruch Hahn in Aachen-Hahn, 01.08.2015, 264 m, 50° 42' 27 N, 06° 11' 32 O

Abb. 3 Blütenstand der Scrophularia auriculata, Steinbruch Hahn in Aachen-Hahn, 01.08.2015, 264 m, 50° 42' 27 N, 06° 11' 32 O Abb. 4 Gegenständige und geöhrte Laubblätter von Scrophularia auriculata, Steinbruch Hahn in Aachen-Hahn, 01.08.2015, 264 m, 50° 42' 27 N, 06° 11' 32 O


Der Gattungsname Scrophularia L. existierte schon vorlinnäisch und stammt von spätlat. "scrofulae" (= Skrofeln, Halsdrüsen und deren Geschwülste). Das Benennungsmotiv ergibt sich aus der arzneilichen Nutzung der Braunwurze gegen verschiedenartige Entzündungen und Geschwülste der Halslymphknoten, unter anderem gegen die Hauttuberkulose, was sich im Namen "Scrofuloderm" widerspiegelt. Das Artepitheon auriculata stammt von lat. "auriculatus" (= kleinöhrig), nach den geöhrten Laubblättern. 

Ein idealer Platz für die Wasser-Braunwurz im Garten ist feucht, halbschattig bis sonnig, gerne auch als Teichrandbepflanzung oder am Ufer eines Baches.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Scrophularia auriculata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/scrophularia-auriculata.html am Tg.Mo.Jahr.

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