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Sedum glaucophyllum R. T. Clausen
Klippen-Fetthenne, Crassulaceae - Dickblattgewächse
Sommerblüher, V–VIII, 05–20 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Klippen-Fetthenne stammt aus dem Osten Nordamerikas (Appalachen), wo die Pflanzen in halbschattigen, felsigen Wäldern in Höhen von 50–1.200 m über NN wachsen. Es sind immergrüne, sukkulente Pflanzen mit kriechenden, verzweigenden Stämmen und einem ausläuferbildenden Rhizom. Die Laubblätter stehen terminal gehäuft und bilden 1–2,7 cm im Durchmesser große Rosetten; sie sind wechselständig, kahl, gestielt, fleischig, blass-grün bis blau-grün oder gräulich, länglich lanzettlich oder spatelförmig, 6–18 mm lang und 1–4,5 mm breit. Blühende Sprossachsen sind aufrecht, unverzweigt, 3,5–17,5 cm hoch mit linearen bis schmal ovalen Laubblättern. Die Blütenstände sind 5–30-blütige, 3-fach verzweigende Zymen mit linearen bis schmal ovalen Hochblättern. Die Einzelblüten sind sitzend und 4-teilig. Die Kelchblätter sind grün, linear-lanzettlich und bis 6,3 cm lang. Die Kronblätter sind lanzettlich, weiß und 4–9 mm lang. Die Anker sind dunkelrot bis purpurfarben.


Abb. 1 Laubblattrosetten der Sedum glaucophyllum im Wald bei den Lewis Falls, Shenandoah, Virginia, 14.10.2019, 925 m, 38° 31' 11 N 78° 26' 51 W Abb. 2 Mattenbildes Sedum glaucophyllum an halbschattigem Standort bei den Lewis Falls, Shenandoah, Virginia, 14.10.2019, 925 m, 38° 31' 11 N 78° 26' 51 W

Abb. 3 Ausläufer eines Sedum glaucophyllum im Wald bei den Lewis Falls, Shenandoah, Virginia, 14.10.2019, 924 m, 38° 31' 11 N 78° 26' 50 W


Der Gattungsname Sedum war schon vor Linné gebräuchlich, lat. "sedum" (= Hauswurz). Er umfasste da aber mehrere Gattungen wie beispielsweise Sempervivum L. oder Aizoon L. und nicht nur exklusiv die Fetthennen. Das Epitheton glaucophyllum stammt von gr. "glaukos" (= bläulich, grau) und gr. "phyllon" (= Blatt), nach der blaugrünen Färbung der Laubblätter.

Sedum glaucophyllum ist eine dekorative Art für den Steingarten, das Yuccabeet oder die Xerophytenpflanzung. Ein sonniger bis halbschattiger Standort auf mineralischem Grund ist ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Sedum glaucophyllum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sedum-glaucophyllum.html am Tg.Mo.Jahr.

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