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Sternbergia lutea (L.) Ker Gawl. ex Spreng.
Herbst-Goldbecher, Gewöhnliche Sternbergie, Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse
Herbstblüher, 10–30 cm, IX–X, wintergrün, mehrjährig

Die Gewöhnliche Sternbergie stammt aus dem mediterranen Raum, vom Balkan bis Nordafrika. Bevorzugt werden Macchien, Waldränder, Felsfluren und Trockenrasen besiedelt. Die Blüten erschienen im Herbst, mit oder vor den Blättern, stehen zu 1–2 an grünen, 4–10 cm langen, rundlichen Stängeln, sind hell- bis gold-gelb, 3–5 cm lang, krokus-ähnlich, haben ein häutiges Hochblatt unterhalb der Krone, sowie 6 Staubfäden. Die Laubblätter sind grün, breit-linealisch, ganzrandig, gelegentlich schwach gezähnt.

Der Gattungsname Sternbergia Waldstein & Kitaibel wurde zu Ehren des tschechischen Naturwissenschaftlers Kaspar Maria von Sternberg (1761–1838) etabliert. Das Art-Epitheton lutea stammt von lat. "luteus" (= gelb) und beschreibt die Farbe der Blüten.



Abb. 1 Sternbergia lutea an einem Waldrand bei Mali Ston, Kroatien, 09.10.2015, 21 m, 42° 50' 35 N, 17° 42' 07 O Abb. 2 Blüte vor dem Öffnen. Gut sichtbar das häutige Hochblatt der Sternbergia lutea. Insel Lokrum, Dubrovnik, Kroatien, 13.10.2015, 10 m, 42° 37' 28 N, 18° 07' 12 O

Abb. 3  Manchmal erscheinen die Blüten der Sternbergia lutea vor den Laubblättern. Waldrand bei Mali Ston, Kroatien, 09.10.2015, 21 m, 42° 50' 35 N, 17° 42' 07 O Abb. 4 Sternbergia lutea an einem Waldrand bei Mali Ston, Kroatien, 09.10.2015, 21 m, 42° 50' 35 N, 17° 42' 07 O

Abb. 5 Die Blüten der Sternbergia lutea erscheinen oft zusammen mit den Laubblättern, Insel Lokrum, Dubrovnik, Kroatien, 13.10.2015, 10 m, 42° 37' 28 N, 18° 07' 12 O Abb. 6 Blüte der Sternbergia lutea. Insel Lokrum, Dubrovnik, Kroatien, 13.10.2015, 10 m, 42° 37' 28 N, 18° 07' 12 O

Die Art ist recht variabel. Manche Autoren unterscheiden zwei Unterarten, neben der ssp. lutea eine ssp. sicula (Tineo ex Guss.) K. Richt., welche schmalere Blätter und kleinere Blüten hat.

Die Gewöhnliche Sternbergie ist ein hübscher Herbstblüher für den freien Standort im Steingarten. In wintermilden Regionen sind die Pflanzen winterhart, ansonsten empfiehlt sich eine Reisig- oder Mullauflage. Der Boden sollte kalkhaltig, steinig oder kiesig, gut drainiert sein und sich rasch erwärmen. Ein sonniger und warmer Platz ist ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Polunin, O. 2006: Flowers of Greece and the Balkans. - Oxford University Press, Oxford, New York, 592 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Sternbergia lutea. - http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sternbergia-lutea.html am Tg.Mo.Jahr.

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