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Tamarix parviflora DC.
  synonym: Tamarix cretica Bunge
                 Tamarix laxa var. subspicata Ehrenb.
                 Tamarix lucronensis Sennen & Hermano Elias
                 Tamarix rubella Batt.
Kleinblütige Tamariske, Tamaricaceae - Tamariskengewächse
Beginn Frühsommerblüher, IV–VII, 2–5 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Kleinblütige Tamariske stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet, ist inzwischen aber in vielen Regionen des Mittelmeers eingebürgert. Ebenso ist die Art in Amerika und Ozeanien eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen an Standorten mit hohem Grundwasserspiegel entlang von Gewässern, in Sümpfen und in Küstennähe. Die Pflanzen sind laubabwerfende Sträucher oder kleine Bäume mit mehr oder weniger aufrechten Ästen und überhängenden Zweigen. Die Stämme sind mehr oder weniger verzweigt. Rinde und Borke sind rötlich braun bis purpurfarben oder fast schwarz. Die Laubblätter sind lanzettlich bis eiförmig, 2–2,5 mm lang, halbstängelumfassend, anliegend, mit häutiger Spitze und bedecken die Ästchen vollständig. Die Blütenstände sind 1,5–4 cm lange Trauben. Die Hochblätter sind häutig und überragen den Blütenstiel etwas. Die Blüten sind 4-zählig, weiß oder rosafarben, mit 4–5 freien, ovalen Staubblättern und bis 2 mm langen Kronblättern, die nach dem Verblühen lange persistieren.

Tamarix parviflora wird häufig mit T. tetrandra Pall. ex M. Bieb. verwechselt. Beide Arten werden in Mitteleuropa häufig angebaut und sind tatsächlich sehr ähnlich. Bei T. tetrandra sind die Kronblätter nach dem Verblühen abfallend, die Laubblätter haben einen verschmälerten Blattgrund und sind daher mit 3–5 mm etwas länger, die Deckblätter sind deutlich länger als der Blütenstiel und die Rinde ist fast schwarz.


Abb. 1 Blütenstände der Tamarix parviflora in einer öffentlichen Pflanzung in Marinella, Sardinien, 02.04.2018 Abb. 2 Blühende Sprossachsen von Tamarix parviflora in einer öffentlichen Pflanzung in Marinella, Sardinien, 02.04.2018


Abb. 3 Blütenstände der Tamarix parviflora in einer öffentlichen Pflanzung in Marinella, Sardinien, 02.04.2018


Der Gattungsname Tamarix L. existierte schon vorlinnäisch, ohne eindeutiges Benennungsmotiv. Möglich erscheint eine Herkunft von hebr." tamrurim" (= Bitterkeit), nach der gerbstoffreichen Rinde vieler Arten. Das Epitheton parviflora stammt von lat. "parvus" (= klein) und lat. "-florus" (= blütig) und beschreibt die kleineren Blütenstände besonders im Vergleich zur T. tetrandra.

Tamarix parviflora sind dekorative Frühlingblüher, die schon lange in Kultur in Mitteleuropa sind.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Tamarix parviflora. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tamarix-parviflora.html am Tg.Mo.Jahr.

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