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Toona sinensis (A. Juss.) M. Roem.
  synonym: Cedrela longiflora Wall. ex C. DC.
                 Cedrela sinensis A. Juss.
                 Mioptrila odorata Raf.
                 Surenus serrulata (Miq.) Kuntze
                 Surenus sinensis (A. Juss.) Kuntze
                 Toona glabra (C. DC.) Harms
                 Toona serrulata (Miq.) Harms
Chinesischer Gemüsebaum, Meliaceae - Mahagonigewächse
Frühlingblüher, V–X, 20–40 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Chinesische Gemüsebaum stammt aus dem südostasiatischen Raum, von Bhutan über Indien bis China und Malaysia. Die Pflanzen siedelt meist in den Bergwäldern auf steilen Hängen, in Schluchten, offenem Felsgelände oder auch ruderal auf gestörten Flächen. Es sind bis 40 m hohe, sommergrüne Bäume, die nach Rückschnitt aus den Wurzeln austreiben können. Die Borke ist grau-braun, längsrissig mit rot-violetter Innenborke und riecht nach dem Schnitt nussig, ähnlich der frischen Triebe. Die 1-fach gefiederten Laubblätter sind 32–120 cm lang, haben einen bis 20 cm langen Stiel, meist eine rötliche Achse und 8–20 Paar Fiederblätter.Meist sind die Laubblätter paarig gefiedert, gelegentlich unpaarig. Die Fiederblätter sind oval-lanzettlich, 10–24 cm lang, kahl oder leicht behaart, mit gesägtem, rauem oder glattem Rand. Im Austrieb sind die Laubblätter bronze- oder rosafarben, später grün. Die Blütenstände sind hängend, bis 1 m lang und tragen zahlreiche bis 4,5 cm große, männlichen und weibliche Blüten. Die Einzelblüten haben einen kurzen Stiel, einen becherförmigen Kelch und eine weiße bis rosafarbene Krone. Später bilden sich bis 3 cm große Kapselfrüchte, die geflügelte Samen enthalten.

Entsprechend des großen Verbreitungsareals weist Toona sinensis eine hohe Merkmalsbreite auf. Sowohl Laubblätter können in Form, Behaarung und Farbe variieren, als auch die Früchte variabel sein. Dies hat zur Etablierung zahlreicher Unterarten und einer Anzahl von Synonymen geführt, die letztendlich keinen Artrang haben. Frischer Austrieb der Laubblätter wird in den Herkunftsländern als Gemüse genutzt und schmeckt in geringer Beigabe nussig.


Abb. 1 Rötlicher Neuaustrieb der Laubblätter von Toona sinensis, Privatgarten, 07.06.2017 Abb. 2 Laubblätter von Toona sinensis in der Krone eines Baumes, Privatgarten, 07.06.2017

Abb. 3 Die Mittelachse der Laubblätter von Toona sinensis ist rötlich, Privatgarten, 07.06.2017 Abb. 4 Graubraune Borke von Toona sinensis, Privatgarten, 07.06.2017


Der Gattungsname Toona (Endl.) M. Roem. ist dem altindischen "tunna" entlehnt, dem Volksnamen für Toona ciliata M. Roem in Indien. Das Epitheton sinensis (= chinesisch) verweist auf den Naturstandort.

Der Chinesische Gemüsebaum ist ein schlanker, architektonisch ansprechender Baum mit großen Fiederblättern. Er eignet sich für Gärten mit viel Platz an sonniger Stelle. Jungpflanzen sind frostempfindlich und sollten im ersten Jahr geschützt werden. Später sind sie ausreichend hart bis –25 °C oder mehr.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Toona sinensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/toona-sinensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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