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Tragopogon pratensis L.
Wiesen-Bocksbart, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Frühlingblüher, IV–VII, 20–60 cm hoch, teilimmergrün, zwei-, mehrjährig, kurzlebig

Der Wiesen-Bocksbart tritt in Mitteleuropa fast überall verbreitet auf, im Nordwesten zerstreut. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch; in Nordamerika und Australien ist die Art eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Wiesen, Rasen und Ruderalflächen an Straßenrändern und Bahnanlagen. Es sind meist zweijährige Pflanzen, selten mehrjährig. Die Laubblätter sind lineal-lanzettlich, ganzrandig und etwas stängelumfassend. Im oberen Bereich sind die Stängel nicht oder kaum keulenartig verdickt, sowie und innen nicht oder kaum hohl. Es finden sich 8 Hüllblätter, die etwa so lang wie die gelben Blüten sind und einen weißlich grünen Rand aufweisen. Die Staubblätter sind an der Spitze violettbraun. Später bilden sich 1,5–2 cm lange, geschnäbelte Früchte mit einem fedrigen "Fallschirm" (= Pappus).


Abb. 1 Beim Tragopogon pratensis sind die Blütenhüllblätter etwa so lang wie die Blütenkrone, Privatgarten, 15.06.2017 Abb. 2 Namensgebend für die Gattung des Tragopogon L. sind die abgeblühten Köpfchen, aus denen die Pappusse wie ein Ziegenbart herausschauen, bevor sich das runde Fruchtköpfchen öffnet, Privatgarten, 07.06.2017

Abb. 3 Blütenkörbchen von Tragopogon pratensis, am Rheindamm bei Neuss-Uedesheim, 38 m, 51° 10' 11 N 06° 47' 40 O, 12.08.2017 Abb. 4 Blütenkörbchen von Tragopogon pratensis auf einer südexponierten Mahdwiese bei Lauterbach, Schwarzwald, 29.04.2011, 754 m, 48° 14' 15 N 08° 20' 34 O

Abb. 5 Bestand des Tragopogon pratensis auf einer südexponierten Mahdwiese bei Lauterbach, Schwarzwald, 29.04.2011, 754 m, 48° 14' 15 N 08° 20' 34 O Abb. 6 Fruchtköpfchen des Tragopogon pratensis mit den fedrigen "Fallschirmen", Privatgarten, 15.06.2017


Der Gattungsname Tragopogon L. stammt von gr. "tragos" (= Ziegenbock) und gr. "pogon (= Bart), zu "Ziegenbart", nach den geschlossenen Blütenköpfchen, aus denen nach dem Verblühen die Spitzen der Pappi wie ein Bart heraussragen, insbesondere beim T. pratensis L. Das Epitheton pratensis leitet sich von lat. "pratum" (= Wiese) ab und verweist auf den bevorzugten Standort der Pflanzen.

Für den Garten ist Tragopogon pratensis definitiv eine Bereicherung. Er bevorzugt offene, sonnige und warme Stellen. In Wildblumenwiesen, dem naturnahen Garten oder auch submediterranen Rasen ist er eine passende Pflanze, die sich meist problemlos etabliert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Tragopogon pratensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tragopogon-pratensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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