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Xanthorhiza simplicissima Marschall
Gelbwurzelbusch, Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse
Frühlingblüher, IV–V, 20–70 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Gelbwurzelbusch ist eine Pflanze aus dem Nordosten und mittleren Westen Nordamerikas. Er wächst entlang von Flüssen, in schattigen Gebüschen, Feuchtgehölzen und auf offenem Fels in Höhen bis 1.200 m. Traditionell wurde er in der Volksmedizin und als Färbemittel eingesetzt. Meist sind es kleine Büsche mit dünnen Stämmen, an deren Enden sich die Laubblätter befinden. Holz, Wurzeln, als auch Rinde sind innen gelblich und enthalten den Farbstoff, der Namensgeber der Gattung ist. Die Blätter haben eine große Ähnlichkeit mit denen des Echten Selleries (Apium graveolens L.), was sich im nicht gültigen Synonym Xanthorhiza apiifolia L'Héritier wiederspiegelt. Der Blütenstand sind längere Rispen (und keine Dolden wie beim Echten Sellerie), an denen mehrere Teilblütenstände stehen, deren purpurfarbene, fünfzählige Blüten zwar unscheinbar, aber beim genaueren Betrachten sehr dekorativ sind.




Abb. 1 Der Blütenstand der Xanthorhiza simplicissima erscheint vor oder mit den Laubblättern im Frühling, 17.04.2013, Privatgarten Abb. 2 Traubiger Teilblütenstand von Xanthorhiza simplicissima, wie Abb. 1, 17.04.2013, Privatgarten

Abb. 3 Laubblätter von Xanthorhiza simplicissima, 31.08.2013, Privatgarten Abb. 4 Blühfähige, etwa 3-jährige Topfpflanze 30–40 cm der Xanthorhiza simplicissima, im 3L-Topf

Abb. 5 Pflanze der Xanthorhiza simplicissima im Schattenbeet, 07.06.2015, Privatgarten


Der Gattungsname Xanthorhiza Marshall wird gebildet nach gr. "xanthis" (= gelb) und gr. "rhizos" (= Wurzel) und bezieht sich auf die den gelben Farbstoff beinhaltenden Wurzeln und Stämmchen. Das Epitheton simplicissima stammt von lat. "simplicissimus" (= sehr einfach) und bezieht sich wahrscheinlich auf den einfachen Bau der Blüten der Art.

Xanthorhiza simplicissima sind dekorative Pflanzen für schattige bis halbschattige Lagen im Garten, mithin also für schwierigere Lagen geeignet, auch solche mit stärkerem Schattendruck. Als laubabwerfender Unterwuchs bieten sie hübsche Blüten und bilden stabile Bestände, wenn sie in leichtem, gut durchlässigem, etwas feuchtem Boden stehen - auch geren mit reichlich Mull. In manchen botanischen Gärten (beispielsweise Bochum) existieren ältere Populationen im Freiland.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Xanthorhiza simplicissima. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/xanthorhiza-simplicissima.html am Tg.Mo.Jahr.

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