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Zanthoxylum armatum DC.
  synonym: Zanthoxylum alatum Hemsl.
                 Zanthoxylum planispinum Sieb. & Zucc.
Nepalpfeffer, Geflügelter Asienpfeffer, Rutaceae - Rutengewächse
Frühlingblüher, IV–V, 2–5 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Nepalpfeffer stammt aus dem asiatischen Raum mit einem großen Verbreitungsgebiet von Pakistan bis Japan und auf die Philippinen. Bevorzugt wachsen die Pflanzen in Strauchgesellschaften und Wäldern, aber auch entlang von Straßen, auf Ruderalstandorten oder felsigem Gelände bis in Höhen von 3.100 m über NN. Es handelt sich um sommergrüne Sträucher, manchmal kletternde Pflanzen, seltener kleine Bäume bis maximal 5 m Höhe. Die Borke ist grau-braun und locker mit alten Stipulardornen besetzt, die sich auf hölzernen, kegelförmigen Wulsten befinden. Stipulardornen sind dornig umgewandelte Nebenblätter, die immer paarweise vorhanden sind. Junge Zweige sind kahl oder manchmal von rotbraunen Flaumhaaren bedeckt, später verkahlend. Die Zweige weisen ebenfalls Stipulardornen auf. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit 3–11 Fiederblättern, von denen das terminale am größten ist. Die Blattachse einschließlich Stiel ist bis 6 mm breit geflügelt. Die Fiederblätter sind 3–12 cm lang und 1–3 cm breit, mit ganzem oder fein gesägtem Rand. Die Blütenstände erscheinen terminal an kurzen Seitenzweigen, sind 1–7 cm lang tragen bis zu 30 Einzelblüten mit 6–8 unscheinbaren Perigonblättern (Perigon deshalb, weil sich Kron- und Kelchblätter nicht unterscheiden lassen). Später bilden sich rundliche, 4–5 mm große, erst grün, bei Reife violett-rote Früchte, die jeweils einen 3–4 mm großen, rundlichen, schwarz-braunen Samen enthalten.


Abb. 1 Graubraune Borke von Zanthoxylum armatum mit den auf hölzernen Wulsten sitzenden, alten Stipulardornen, Botanischer Garten Strasbourg, 05.04.2010 Abb. 2 Geflügelte und gefiederte Laubblätter von Zanthoxylum armatum, Botanischer Garten Strasbourg, 05.04.2010

Abb. 3 Sprossachse von Zanthoxylum armatum mit Laubblättern und paarigen Stipulardornen, Botanischer Garten Strasbourg, 05.04.2010 Abb. 4 Unreife, grüne Früchte von Zanthoxylum armatum im Frühsommer, Privatgarten, 07.07.2017

Abb. 5 Junge, nur auf einem kleinen Wulst sitzende Stipulardorne eines Zanthoxylum armatum, Privatgarten, 07.07.2017 Abb. 6 Die Laubblätter von Zanthoxylum armatum sind ober- und unterseits an den Mittelrrippen mit Stacheln bedeckt, Privatgarten, 07.07.2017


Der Gattungsname Zanthoxylum L. stammt von gr. "xanthos" (= gelb) und gr. "xylon" (= Holz), zu "Gelbholz", nach der gelben Farbe des Holzes mancher Arten. Das Epitheton armatum bezieht sich auf die bewehrten Sprossachen und Laubblätter, lat. "armatus" (= bewehrt, bewaffnet).

Zanthoxylum armatum ist ein exotischer Strauch mit bizarrer Architektur. Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nicht allzu trockenem Boden. Man wähle etwas Abstand zu frequentierten Flächen, kann die Sträucher auch in anderen Gehölzen klettern lassen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Zanthoxylum armatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/zanthoxylum-armatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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