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Arbutus andrachne L.
Östlicher Erdbeerbaum, Ericaceae - Heidekrautgewächse
Frühlingblüher, II–V, 3–8 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Östliche Erdbeerbaum stammt aus dem mediterranem Raum (Griechenland bis Schwarzes Meer und Levante), wo die Pflanzen in Hartlaubgesellschaften der Macchie, lichter Wälder und der Garrigue auf 0–1.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Meist sind es Sträucher, an guten Standorten auch kleine Bäume bis 8 m Höhe. Besonderes Merkmal der Art ist die glatte, leuchtend rote, gelbe oder hellbraune Borke von Stamm und Ästen, die in feinen, längsrissigen Platten abschilfert. Die Laubblätter sind wechselständig, elliptisch bis lanzettlich, 6–12 cm lang, oberseits dunkelgrün und glänzend, unterseits hellgrün, anfangs meist gesägt, später ganzrandig, mit 1,5–3 cm langem Stiel.

Die Blütenrispen stehen im Gegensatz zum Westlichen Erdbeerbraum, Arbutus unedo L., eher aufrecht. Die Einzelblüten sind weiß, urnen- bis glockenförmig, weiß bis grünlich-weiß, 5-zählig, mit 10 Staubblättern. Später bilden sich 8–12 mm im Durchmesser große, kugelige, warzige, anfangs grüne, später orangefarbene Früchte. Siehe auch Gattung Arbutus L.


Abb. 1 Älterer Baum der Arbutus andrachne im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016
Abb. 2 Die Borke der Arbutus andrachne ist glatt, hier zimtfarben, im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016
Abb. 3 Abschilfernde Borke der Arbutus andrachne im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016


Der Gattungsname Arbutus existierte schon vorlinnäisch und ist ein mediterranes Fremdwort unbekannter Herkunft. Auch das Epitheton andrachne existierte schon vorlinnäisch, gr. "andrachle" oder "andrachnos" (= Erdbeerbaum) und ist in seiner Bedeutung unerklärt.

In den wintermilden Regionen an einem geschützten Standort ist der Östliche Erdbeerbaum winterhart. Ideal ist ein sonniger und windgeschützter Platz, am besten im Schutz anderer Sträucher, die ein Mikroklima schaffen. Freie Standorte, auch in Z 8, erfordern bedarfsweisen Winterschutz. Hierzu werden die unteren Stammpartien mit lockerem Frostschutzvlies bis mindestens zu den ersten Zweigen umwickelt. Komplett zurückfrierende Bäume regenerieren meist nur scheinbar, kollabieren in der Regel jedoch nach dem Notaustrieb im kommenden Sommer. Ein Umpflanzen etablierter Sträucher ist nicht ratsam, da diese meist nicht anwachsen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Arbutus andrachne. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arbutus-andrachne.html am Tg.Mo.Jahr.