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Arbutus menziesii Pursh
synonym:
  Arbutus procera Douglas ex Lindl.
Pazifische Madrone, Ericaceae - Heidekrautgewächse
Frühlingblüher, III–VI, 4–20 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Pazifische Madrone stammt aus dem Westen Nordamerikas (Britisch-Kolumbien bis Kalifornien), wo die Pflanzen in lichten Wäldern, Schluchten und Felsrücken auf 0–1.200 m über Meereshöhe vorkommen.

Meist sind es Sträucher, an guten Standorten auch Bäume bis 20 m Höhe. Die Borke ist anfangs grün, später dunkel rot und weich, im Alter dunkel grau und rauh. Die Laubblätter sind wechselständig, elliptisch, 6,5–13 cm lang, 3,5–8 cm breit, oberseits olivgrün, unterseits blaugrün, anfangs beidseits spärlich behaart, später verkahlend, mit 2–4,5 cm langem Stiel.

Die Blütenrispen sind 8–15 cm lang mit einfach behaarten Blütenstandsstielen. Die Blütenstiele sind 3–5 mm lang, gelegentlich drüsig behaart, anfangs hängend, später steif aufrecht; die Hochblätter umfassen die Stielbasis, sind rostfarben, schuppenförmig und 2–3,5 mm lang; die Einzelblüten sind urnen- bis glockenförmig, 5-zählig, 6–9 mm lang; die Kronblätter sind verwachsen, weiß bis cremefarben; die Kelchblätter sind cremefarben-braun mit 1–2,1 mm langen Lappen. Später bilden sich kugelige, 13–20 mm im Durchmesser große, rote oder orangefarben-rote Beerenfrüchte mit 2–2,5 mm langen Samen. Siehe auch Gattung Arbutus L.


Abb. 1 Krone eines älteren Baumes von Arbutus menziesii im Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013
Abb. 2 Blick in die Krone von Arbutus menziesii, Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013
Abb. 3 Glatte, zimtfarben Borke von Ästen der Arbutus menziesii im Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013
Abb. 4 Dunkelrote Borke der Arbutus menziesii im Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013
Abb. 5 Habitus der Arbutus menziesii im Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013
Abb. 6 Stamm der Arbutus menziesii mit Ästen, im Palmengarten Frankfurt, 16.03.2013


Der Gattungsname Arbutus existierte schon vorlinnäisch und ist ein mediterranes Fremdwort unbekannter Herkunft. Das Epitheton menziesii wurde zu Ehren von Archibald Menzhies (1754–1842) etabliert, einem schottischen Naturforscher im Nordwesten Nordamerikas.

In den wintermilden Regionen an mikroklimatisch bevorzugten Standorten könnte die Pazifische Madrone erfolgreich im Freiland anzubauen sein. Ideal ist ein sonniger und windgeschützter Platz, am besten im Schutz von Gebäuden, die ein Mikroklima schaffen. Der Boden sollte gut drainiert sein, am besten mineralisch, steinig bis sandig, schwach sauer, abgemagert, auf jeden Fall ohne Staunässe. Freie Standorte, auch in Z 8, erfordern bedarfsweisen Winterschutz. Stark zurückfrierende Pflanzen kollabieren in der Regel nach dem Notaustrieb im kommenden Sommer. Ein Umpflanzen etablierter Bäume ist kaum erfolgreich, da diese meist nicht anwachsen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Arbutus menziesii. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arbutus-menziesii.html am Tg.Mo.Jahr.