Startseite

Arisaema sikokianum Franch. & Sav.
Japanischer Feuerkolben, Shikoku-Feuerkolben, Araceae - Aronstabgewächse
Frühlingblüher, III–V, 30–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Japanische Feuerkolben stammt Japan (Shikoku und südliches Honshu) und China, wo die Pflanzen in Wäldern und Bambusgesellschaften auf 120–1.500 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Knolle ist abgeflacht bis fast kugelig mit 1 Stängel. Die 1–2 Laubblätter sind 5-lappig fußförmig geteilt; die Blattabschnitte sind eiförmig bis breit elliptisch, 10–20 cm lang, zugespitzt und ganzrandig bis fein gezähnt, oberseits kahl, dunkelgrün und manchmal silberfarben geadert.

Die Blütenscheide (= Spatha) ist 15–20 cm lang, außen dunkel purpurfarben, innen reinweiß, oben helmförmig mit purpurfarbener, dunkelgrüner und weißer Streifung, unten mit trichterförmiger Röhre. Der Kolben (= Spadix) ist reinweiß und liegt innerhalb der Spatha. An der Basis des Kolbens finden sich 2 Gruppen von quirlständigen Blüten: oben die männlichen Blüten und unten die weiblichen, der Kolbenfortsatz ist steril, etwa 2 cm im Durchmesser groß und keulenförmig. Später bildet sich ein kolbenförmiger Fruchtstand mit zahlreichen fleischigen, erst grünen, später orange- bis scharlachroten Beeren.


Abb. 1 Fußförmig geteilte Laubblätter des Arisaema sikokianum in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 2 Grüner, noch unreifer Fruchtstand von Arisaema sikokianum in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026


Der Gattungsname Arisaema Mart. stammt vom gr. = "aris", dem Deminutiv von gr. "aron" (= Aronstab), und gr. "haima" (= Blut), im Sinne von "blutsverwandt" mit dem Aronstab. Das Epitheton sikokianum verweist auf den Naturstandort auf der Insel Shikoku.

Für den Garten ist Arisaema sikokianum eine dekorative Art mit tropisch wirkenden Blätter, exotischem Blütenstand und hübschen, roten Fruchtständen. Ein gut drainierter, humoser Standort im Gehölzgarten ist ideal. In kalten Regionen profitieren die Pflanzen von einer Mulchschicht.

Referenzen
Duddington, C. L. 1972: Baupläne der Pflanzen. – Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 323 S.
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Arisaema sikokianum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arisaema-sikokianum.html am Tg.Mo.Jahr.