Begonia formosana (Hayata) Masam.
synonym:
Begonia laciniata var. formosana Hayata
Begonia tarokoensis M. J. Lai
Taiwan-Begonie, Begoniaceae - Begoniengewächse oder Schiefblattgewächse
Sommerblüher, VI–X, 40–100 cm hoch, sommergrün, mehrjährig.
Begonia formosana stammt aus Japan und Taiwan, wo die Pflanzen in schattig-feuchten Wäldern auf 700–900 m über Meereshöhe vorkommen.
Die Pflanzen wachsen aufrecht und besitzen ein lang gestrecktes, bis 19 mm im Durchmesser großes Rhizom. Die Stängel sind mehr oder weniger kahl. Die Nebenblätter sind kahl, häutig, eiförmig bis breit eiförmig, bis 25 mm lang und 18 mm breit. Die Laubblätter sind grund- und stängelständig, eiförmig bis breit eiförmig, asymmetrisch, unterseits behaart, oberseits fast kahl, randständig gezähnt, flach gelappt, 9–25 cm lang, 11–29 cm breit; die Nervatur ist handförmig mit 7–11 Nerven; die Blattstiele sind mehr oder weniger kahl und 7–43 cm lang.
Der Blütenstand ist bis 23 cm hoch, mehr oder weniger kahl; die Blütenstandsstiele sind 6–13 mm lang; die Hochblätter sind hinfällig, 3-eckig bis breit eiförmig, bis 21 m lang, bis 15v mm breit und dicklich; männliche Blüten haben einen 8–14 mm langen Blütenstiel und 4 weiße bis rosafarbene, kahle Perigonblätter, äußere 2 sind breit eiförmig bis rund, 12–26 mm lang, 11–25 mm breit, innere 2 verkehrt lanzettlich bis schmal verkehrt eiförmig, 11–23 mm lang, 5–13 mm breit; weibliche Blüten haben einen 8–14 mm langen Blütenstiel und 5–10 ungleiche Perigonblätter, sind kahl, verkehrt-eiförmig, das größte 11–26 mm lang, 9–24 mm breit, das kleinste 10–23 mm lang, 5–11 mm breit; die 2 Griffel sind verwachsen mit 2-teiligen, spiralig gedrehten Narben. Später bilden sich nickende, 10–23 mm lange, ungleich 3-flügelige Früchte; äußere Flügel 3-eckig, seitliche kleiner. Siehe auch Begonia L.
Der Gattungsname Begonia wurde zu Ehren von Michael Bégon (1638–1710) etabliert, einem französischen Gouverneur auf der Insel Hispaniola, der ein Förderer der Botanik war. Auf der karibischen Insel Hispaniola kommen mehrere Arten der Begoniae vor. Das Epitheton formosana stammt von lat. "formosanus" (= von der Insel Formosa = Taiwan), nach dem Naturstandort.
Die Winterhärte der Begonia formosana ist nicht exakt bekannt. Empfehlenswert ist ein geschützter Standort, idealerweise halbschattig auf lockeren, mullreichen, nicht zu trockenen Böden. Nach den ersten Frösten ziehen die Pflanzen ein, so dass winters eine Auflage mit Mulch sinnvoll erscheint.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Begonia formosana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/begonia-formosana.html am Tg.Mo.Jahr.