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Colquhounia coccinea Wall.
Himalaya-Feuerstrauch, Scharlachrote Colquhounie, Lamiaceae - Lippenblütler
Spätsommer-, Herbstblüher, VIII–XI, 1–4 m hoch, (halb-)immergrün, mehrjährig

Der Himalaya-Feuerstrauch stammt aus Ostasien (Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal und Thailand), wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften, auf offenen Berghängen oder selten in Wäldern auf 1.400–2.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen sind aufrecht bis überhängend wachsene Sträucher. Die Stängel sind 4-kantig und filzig behaart. Die Laubblätter sind eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, 7–11 lang, 2,5–4,5 cm breit, unterseits dicht filzig behaart, randständig gekerbt, mit einem 1–2 cm langen Blattstiel.

Die Blütenstände sind aufrecht, beblättert, sternhaarig und bestehen aus 6–20-blütigen, kopfigen bis verlängerten Scheinquirlen mit kleinen Tragblättern; die Blütenstiele sind bis 1 mm lang; die Kelche sind etwa 6 mm lang, behaart, mit geraden, breit 3-eckigen, etwa 1 mm langen Kelchzähnen; die Blütenkronen sind orange-rot bis scharlachrot, 2–2,5 cm lang und behaart, mit 1,7–2,3 cm langer, nach außen gebogener und am Schlund erweiterter Kronröhre; die Oberlippe ist eiförmig, 2-lappig und helmartig gewölbt; die Unterlippe ist ausgebreitet, 3-teilig mit eiförmigen Lappen. Später bilden sich verkehrt-lanzettliche Nussfrüchte.


Abb. 1 Strauch der Colquhounia coccinea in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 2 Behaarte Laubblätter und Stängel von Colquhounia coccinea in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 3 Laubblätter von Colquhounia coccinea in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026
Abb. 4 Scharlachroter Blütenstand der Colquhounia coccinea in einem Privatgarten in Geetbets, Belgien, 02.10.2026


Der Gattungsname Colquhounia wurde zu Ehren des britischen Pflanzenforschers Robert David Colquhoun (1786–1838) etabliert. Das Epitheton coccinea stammt von lat. "coccineus" (= scharlachrot) und beschreibt die Farbe der Blüten.

Colquhounia coccinea wird nur selten als Zierpflanze in Gärten angebaut. Dabei sind es eindrucksvolle Herbstblüher mit prächtigen, scharlachroten Blüten. Sonnige bis halbschattige Standorte sind ideal. Die Ansprüche an den Boden sind gering. An kälteren Standorten ist vorübergehender Winterschutz ratsam.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Colquhounia coccinea. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/colquhounia-coccinea.html am Tg.Mo.Jahr.