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Enkianthus campanulatus (Miq.) G. Nicholson
synonym:
  Andromeda campanulata Miq.
Japanische Prachtglocke, Enkianthusceae - Heidekrautgewächse
Frühsommerblüher, V–VI, 2–5 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Japanische Prachtglocke stammt aus Japan, wo die Pflanzen in lichten Bergwäldern und Strauchgesellschaften auf 500–2.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Es sind aufrecht wachsende, locker verzweigende Sträucher. Die Rinde ist glatt und grau. Junge Triebe sind kahl und grün bis rötlichbraun, später graubraun. Die Laubblätter sind wechselständig, gehäuft an den Triebenden, 1–2 cm lang gestielt, 4–6 cm lang, 1,5–4 cm breit, elliptisch bis verkehrt-eiförmig, behaart und randständig gesägt bis gekerbt.

Die Blüten erscheinen in 5–15-blütigen Schirmtrauben, sind etwa 2 cm lang gestielt, glockenförmig, 6–10 mm lang, cremefarben bis hell orangefarben mit roter Zeichnung; die Kelche sind 5-teilig, klein und grün. Später bilden sich 5-kammerige, eiförmige bis kugelige, 0,8–1,5 cm lange Kapselfrüchte, die bräunliche, geflügelte, etwa 4,5 mm lange Samen enthalten.


Abb. 1 Rinde eines älteren Strauches des Enkianthus campanulatus im Park von Schloss Dyck, Niederrhein, 24.05.2026
Abb. 2 Blüten und Laubblätter des Enkianthus campanulatus im Park von Schloss Dyck, Niederrhein, 24.05.2026
Abb. 3 Strauch des Enkianthus campanulatus im Park von Schloss Dyck, Niederrhein, 24.05.2026


Der Gattungsname Enkianthus Lour. stammt von gr. "egkyos" (= schwanger) und gr. "anthos" (= Blüte), möglicherweise nach der Form der Glockenblüten. Das Epitheton campanulatus stammt von lat. "campana" (= Glocke) und beschreibt die Form der Blüte.

Enkianthus campanulatus ist ein edles Heidegewächs für den halbschattigen bis sonnigen Standort auf sauren, nicht zu trockenen Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Enkianthus campanulatus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/enkianthus-campanulatus.html am Tg.Mo.Jahr.