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Eryngium proteaeflorum F. Delaroche
synonym:
  Eryngium proteiflorum nom. inv.
  Eryngium seatonii J. M. Coult. & Rose
Mexikanisches Mannstreu, Apiaceae - Doldenblütler
Sommerblüher, VI–IX, 60–120 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Mexikanische Mannstreu stammt aus Mexiko, wo die Pflanzen in lichten Strauchgesellschaften, Wäldern, Graslandschaften und Ruderalstandorten wie Wegrändern und Brachflächen auf 800–2.000 m über Meershöhe vorkommen.

Es sind immergrüne, unbehaarte Pflanzen mit kurzen, aufrechten, wenig verzweigten Stämmchen. Basal bilden sich 1 oder mehrere Rosetten mit 20–40 cm langen, 5–12 cm breiten, lanzettlichen bis elliptischen, grünen bis graugrünen Laubblättern, die randständig zahlreiche Zähnchen tragen. Die Stängelblätter sind kürzer und sitzend.

Die Blütenstandsachse ist aufrecht mit zahlreichen, kugeligen bis eiförmigen, weiß-grünlichen bis blass blauen oder silberfarbenen, 4–7 cm im Durchmesser großen Blütenköpfen mit ebenfalls zähnchentragenden, stahlenförmig abstehenden Hüllblättern. Später bilden sich Spaltfrüchte mit kleinen Schuppen oder Borsten.


Abb. 1 Laubblattrosette des Eryngium proteaeflorum im Gewächshaus des Palmengartens Frankfurt, 21.03.2014


Nicht gesichert ist die Ableitung des Gattungsnamens Eryngium L., der bereits antik genutzt und wohl so von Linné übernommen wurde; schon bei Aristoteles gr. "eryggion" (= distelförmiger Doldenblütler). Das Epitheton proteaeflorum stammt von lat. "protea" (= Protea) und lat. "florus" = (= -blütig) und bezieht sich auf Ähnlichkeit der Blütenköpfchen mit denen der Gattung Protea L. Gelegentlich findet sich die nicht korrekte Schreibweise E. proteiflorum.

Mit dem Mexikanischen Mannstreu gibt es kaum Erfahrungen beim Anbau im mitteleuropäischen Garten. Will man es dennoch wagen, wäre ein trockener, gut drainierter, sonniger Standort zu empfehlen. Es bieten sich Sukkulentenbeete, Steingärten oder das warme mediterrane Beet an. Im Laufe der Jahre bilden sich mehrere, prächtige Rosetten, aus denen sich im Sommer bizarre Blütenstände erheben und eine bemerkenswerte Architektur präsentieren. Eryngium proteaeflorum ist, wie andere Eryngium auch, relativ kurzlebig, sät sich aber auf offenen Böden gerne aus. In der Umgebung vitaler Pflanzen keimen die winzigen Samen nicht, sondern erst wenn die "Mutterpflanzen" absterben. Schwere, feuchte Böden sind zu meiden, ideal sind abgemagerte Standorte.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Eryngium proteaeflorum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eryngium-proteaeflorum.html am Tg.Mo.Jahr.