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Hacquetia epipactis
DC.
Schaftdolde, Apiaceae - Doldenblütler
Frühlingblüher, III–V, 10–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Starre Stacheldolde kommt in Mitteleuropa selten bei Kaufbeuren im Allgäu vor, ansonsten fehlt sie ganz. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in Laubmischwäldern. In Mitteleuropa sind die Pflanzen seit dem 19. Jahrhundert in Kultur.

Die Pflanzen bilden ein Rhizom. Die Laubblätter sind alle grundständig, rundlich, gesägt, handförmig 3–5-teilig.

Die Dolden sind lang gestielt, einfach, von einer grünlichgelben, 5–8-blättrigen, gezähnten Hülle überragt, die viel länger als die Blüten ist. Später bilden sich kahle, eiförmige, gerippte Früchte.


Abb. 1 Blühender Bestand von Hacquetia epipactis im Botanischen Garten Wuppertal, 29.03.2026
Abb. 2 Blütendolde von Hacquetia epipactis mit den großen, gezähnten Hüllblättern. Botanischer Garten Wuppertal, 29.03.2026


Der Gattungsname Hacquetia Neck. ex DC. wurde zu Ehren von Balthasar Hacquet (1739–1815) etabliert, einem österreichischen Botaniker. Das Epitheton epipactis stammt von gr. "epipaktis" (= helleborine) und verweist auf Helleborus niger L. In der Antike wurde die Schaftdolde von C. Bauhin als Helleborine Saniculae folio minor bezeichnet, nach der Ähnlichkeit der Laubblätter von Sanikel, Christrose und Schaftdolde.

Die Schaftdolde eignet sich gut als Bodendecker für den Gehölzgarten, wo sie mit der frühen Blüte aufwarten kann.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Hacquetia epipactis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/hacquetia-epipactis.html am Tg.Mo.Jahr.