Hyacinthoides italica (L.) Rothm.
synonym:
Endymion italicus (L.) Chouard
Scilla bertolonii Duby
Scilla italica L.
Somera italica (L.) Salisb.
Riviera-Hasenglöckchen, Hyacinthaceae - Hyazinthengwächse
auch: Asparagaceae - Spargelgewächse
Spätfrühlingblüher, III–V, 15–25 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig
Das Riviera-Hasenglöckchen stammt aus Südost-Frankreich und Nordwest-Italien, wo die Pflanzen in steinigen Wiesen auf 0–1.700 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art an einigen Stellen siedlungsnah eingebürgert.
Die Zwiebeln sind eiförmig bis rundlich-eiförmig und 1–3 cm im Durchmesser groß. Die meist 4–10 Laubblätter sind grundständig, schmal linealisch bis riemenförmig, glatt, weich, frischgrün, 7–15 cm lang, 4–15 mm breit, vorne stumpf oder mit Spitzchen.
Der traubige, kurz kegelförmige Blütenstand trägt 6–30 allseitswendige, blassblaue bis blauviolette, abstehende oder aufrechte Glockenblüten. Die Perigonblätter (Perigon, weil sich Kelch- und Kronblätter nicht unterscheiden lassen) sind 7–8 mm lang und sternförmig ausgebreitet. Am Grund des Blütenstiels finden sich 2 etwa 1–2 cm lange Hochblätter. Später bilden sich kleine Kapselfrüchte mit schwarzen Samen.
Der Gattungsname Hyacinthoides Heist. ex Fabr. stammt von gr. "hyakinthodes" (= hyazinthenartig) ab. Früher wurde H. italica zur Gattung Hyacinthus L. gezählt. Das Art-Epitheton italica verweist auf den Naturstandort.
Als Gartenpflanze wird Hyacinthoides italica schon seit 1594 angebaut. Sie bevorzugt sonnige Stellen im Steingarten oder der frühen Staudenrabatte.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Hyacinthoides italica. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/hyacinthoides-italica.html am Tg.Mo.Jahr.