Iris versicolor L.
synonym:
Limniris versicolor (L.) Rodion.
Xiphion versicolor (L.) Alef.
Verschiedenfarbige Schwertlilie, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Frühsommerblüher, V–VI, 20–100 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Verschiedenfarbige Schwertlilie stammt aus dem Osten Nordamerikas, wo die Pflanzen an den Küsten, in Feuchtgebieten und an Straßenrändern auf 0–1.500 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art seit 1732 in Kultur und in Südostdeutschland eingebürgert.
Die Rhizome sind blass rosafarben-weiß, 1–2,5 cm im Durchmesser groß, reich verzweigt und können große Horste bilden; die Wurzeln sind fleischig. Die Stängel sind 1–2-fach verzweigt, markig, 20–60 cm hoch. Die Grundblätter sind grün bis graugrün, am Grund oft dunkel unterlaufen, deutlich geadert, schmal ensiform, 10–80 cm lang, 1–3 cm breit; die 1–2 Stängelblätter sind linealisch-lanzettlich, meist kürzer als der Stängel.
Die Stängel sind 2–4-blütig; die Hüllblätter sind papierartig bis häutig und ungleich 3–6 cm lang; die Blütenstiele sind 2–8 cm lang; die Perigonblätter sind violettblau, selten weiß; die Perigonröhre ist trichterförmig, 1–1,2 cm lang und oberhalb des Fruchtknotens eingeschnürt; die Hängeblätter sind ei- bis nierenförmig, 4–7,2 cm lang, 1,8–4 cm breit, auf der Platte 3-zonig: unten gelb, mittig weiß, oben violett; der ist Nagel gelb und violett geadert, von der Platte kaum abgesetzt. Die Domblätter sind lanzettlich bis länglich-lanzettlich, 2–5 cm lang, 0,5–2 cm breit und deutlich kürzer als die Hängeblätter. Später bilden sich eiförmige bis länglich-elliptische, auffallend geschnäbelte, im Querschnitt stumpf 3-kantige, 1,5–6 cm lange, spät aufspringende Kapselfrüchte; die Samen sind dunkelbraun, D-förmig, 5–8 mm lang, glänzend, dünn, hart, nicht korkig.
Der Gattungsname Iris L. geht auf gr. "iris" (= Regenbogen) zurück und verweist auf die farbenreichen Blüten der Arten der Gattung. Auch in der Medizin wird die Regenbogenhaut des Auges Iris genannt. Das Epitheton versicolor stammt von lat. "versicolor" (= die Farbe wechselnd), nach den mehrfarbigen Hängeblättern.
Die Verschiedenfarbige Schwertlilie eignet sich für feuchte Standorte im Garten, sonnig bis halbschattig.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Iris versicolor. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-versicolor.html am Tg.Mo.Jahr.