Leucojum aestivum L .
Sommer-Knotenblume, Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse
Vorfrühlingblüher, V–VI, 30–60 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig
Die Sommer-Knotenblume tritt in Mitteleuropa selten auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Ursprünglich stammt die Art aus Südeuropa und Vorderasien. In Mitteleuropa ist sie eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in Auwäldern, auf Nasswiesen und an den Ufern von Gewässern.
Die Pfanzen wachsen oft in größeren Gruppen. Sie haben 2,5–4 cm im Durchmesser große, hellbraune Zwiebeln. Die Laubblätter sind blaugrün, bis 50 cm lang und 5–20 mm lang. Die Stängel sind aufrecht bis überhängend, kaum länger als die Laubblätter und 2-kantig mit weißlichem, mehr oder weniger gezähntem Rand.
Die Blütenstängel sind 3–6-blütig; die Blüten sind nickend, 1–1,5 cm lang, mit 6 mehr oder weniger gleichen Perigonblättern mit grünem Punkt an der Spitze; die 6 Staubblätter sind nicht verwachsen; der 1 Griffel ist keulenförmig. Später bilden sich fast kugelige, schwammige Kapseln mit wenigen schwarzen Samen. Zum Sommer hin ziehen die Pflanzen ein.
Der Gattungsname Leucojum L. stammt von gr. "leukos" (= weiß) und gr. "ion" (= Veilchen), sozusagen als "Weißes Veilchen". In der antiken Literatur wurden häufig Sammelnamen für aus heutiger Sicht gänzlich unterschiedliche Arten oder Gattungen verwendet, so auch hier. Das Veilchenmotiv könnte auf den veilchenähnlichen Geruch der Blüte zurückzuführen sein. Das Epitheton aestivum stammt von lat. "aestivus" (= sommerlich), nach dem Blühzeitpunkt.
Die Sommer-Knotenblume ist schon lange als Gartenpflanze in Kultur und als Frühsommerblüher beliebt. Die Pflanzen benötigen einen feuchten Standort, im Schatten oder Halbschatten,. Die Zwiebeln sollten etwa 30 cm tief gesetzt werden.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Leucojum aestivum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/leucojum-aestivum.html am Tg.Mo.Jahr.