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Prunus cerasifera Ehrh.
synonym:
  Prunus domestica var. myrobalana L.
  Prunus sogdiana Vassilcz.
Kirschpflaume, Rosaceae - Rosengewächse
Frühlingblüher, II–IV, 3–5(–10) m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Kirschpflaume stammt aus Vorderasien und dem Kaukasus, wo die Pflanzen in lichten Wäldern, Flusstälern und Strauchgesellschaften auf 0–1.200 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art eingebürgert und tritt selten bis zerstreut an Straßenrändern, Bahndämmen und Brachflächen auf.

Es sind mehrstämmige, meist nicht bewehrte Sträucher oder kleine Bäume. Die Borke ist dunkelgrau und flach längsrissig. Junge Zweige sind anfangs grün, kahl, später graubraun mit Korkwarzen. Die Laubblätter sind 5–10 mm lang gestielt, verkehrt-eiförmig, 5–8 cm lang, 2,5–4 cm breit, mit 1-2 Nektardrüsen am Blattgrund.

Die Blüten erscheinen sehr zahlreich meist kurz vor dem Laubaustrieb, etwa 2 Wochen vor der Schlehe, Prunus spinosa L. und stehen meist einzeln, gelegentlich bis zu 3; sind rosafarben oder weiß, etwa 6 mm lang gestielt, 2–2,5 cm im Durchmesser groß. Später bilden sich hängende, kugelige, gelbe bis braunrote, essbare, 2–3 cm im Durchmesser große Steinfrüchte mit 15–17 mm langem Steinkern; der Fruchtstielansatz ist in die Frucht eingesenkt.


Abb. 1 Borke der Prunus cerasifera, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 21.02.2026
Abb. 2 Einzeln stehende Blüten der Prunus cerasifera, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 21.02.2026
Abb. 3 Zahlreiche Blüten der Prunus cerasifera, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 21.02.2026


Der Gattungsname Prunus L. stand schon vor Linné für die Pflaumenbäume und wurde gr. "proumne", lat. "prunum" oder althochdeutsch "pfluma" genannt. Diese Namen dürften allesamt eine gemeinsame Sprachwurzel haben, die nicht bekannt ist und eventuell auf eine kleinasiatische Sprache zurückführbar ist. Das Epitheton cerasifera stammt von lat. "cerasus" (= Kirsche) und lat. "-fer" (= -tragend), nach den kirschartigen Früchten.

Für den Garten ist die Prunus cerasifera ein interessanter Baum, da es ein hübscher Frühlingblüher ist, der zum Spätsommer mit Beerenschmuck aufwartet. Die Pflanzen wirken sowohl als Solitär, sind aber auch für Hecken oder Gruppenpflanzungen geeignet. Ideal ist ein sonniger, nicht zu trockener Standort im Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Prunus cerasifera. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/prunus-cerasifera.html am Tg.Mo.Jahr.