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Pyrus communis L.
Kultur-Birne, Rosaceae - Rosengewächse
Frühlingblüher, IV–V, 3–20 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Kultur-Birne stammt aus dem vorderasiatischen Raum, wo die Pflanzen in Strauchgesellschaften und lichten Wäldern auf 0–1.500 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art unbeständig eingebürgert und tritt selten bis zerstreut siedlungsnah in allen Bundesländern auf.

Es sind meist einstämmig wachsende Bäume; die Borke ist tief rissig, dunkel- bis graubraun und schilfert in länglichen Platten ab. Die Zweige sind meist dornenlos; die Langtriebe haben einen Durchmesser > 3 mm. Die Laubblätter sind wechselständig, 2–8 cm lang, meist mehr als 5 cm breit, eiförmig bis rundlich-elliptisch, kahl, oberseits glänzend, unterseits filzig behaart, kerbig gesägt bis ganzrandig.

Die Blüten stehen in Doldentrauben zu 3–19 an den Kurztrieben, sind immer weiß, etwa 3 cm im Durchmesser groß, haben anfangs rote, später schwarze Staubblätter und 5 Griffel. Später bilden meits mehr als 5 cm lange, birnenförmige, süße Früchte.


Abb. 1 Borke der Pyrus communis im Arboretum Annarode, Sachsen-Anhalt, 01.05.2026
Abb. 2 Zweige und Laubblätter von Pyrus communis im Arboretum Annarode, Sachsen-Anhalt, 01.05.2026
Abb. 3 Weiße Blüten von Pyrus communis im Arboretum Annarode, Sachsen-Anhalt, 01.05.2026


Der Gattungsname Pyrus L. leitet sich ab von lat. "pirus" (= Birnbaum), das Benennungsmotiv bleibt allerdings ungeklärt. Das Art-Epitheton communis stammt von lat. "communis" (= gemein, gewöhnlich).

Pyrus communis wird schon seit dem Mittelalter in Mitteleuropa angebaut.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Pyrus communis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/pyrus-communis.html am Tg.Mo.Jahr.