Quercus aucheri Jaub. & Spach.
Auchers Eiche, Fagaceae - Buchengewächse
Frühlingblüher, IV–V, bis 5(–10) m hoch, immergrün, mehrjährig
Das Verbreitungsgebiet liegt im östlichen Mittelmeerraum von Griechenland bis Kleinasien.
Auchers Eiche ist ein Strauch oder kleiner Baum bis 5 m Höhe, selten bis 10 m. Die Borke ist in jungen Jahren graubraun und glatt, später dunkelgrau und tief rissig. Die Pflanzen sind immergrün, in jungen Jahren sehr ähnlich der Quercus coccifera L. Die Laubblätter sind breit elliptisch, 2–3 cm lang, 1,5–2 cm breit, ganzrandig bis spitz gezähnt, anfangs silberweiß, später oberseits dunkelgrün, unterseits weißfilzig, mit 4–6 Seitennerven; der Blattstiel ist wollig behaart.
Die Pflanzen sind einhäusig; männliche Blüten sind hängenden Kätzchen; weibliche Blüten sind zu 1–5 achselständig oder terminal in lang gestielten Ähren. Im zweiten Jahr bilden sich 3,5–4,5 cm lange, behaarte, süße und essbare Eicheln, deren Becher flach ist mit anliegenden, verwachsenen Fruchtschuppen und die Frucht bis 2/3 bedeckt. Typischerweise keimen die Eicheln von der Basis aus und nicht von der Spitze, wie es eigentlich die Regel in der Gattung ist.
Der Gattungsname Quercus L. wurde schon im Altertum genutzt, lat. "quercus" bezeichnete Q. robur L., die Stiel-Eiche. Die etymologische Wurzel des Wortes bleibt unklar. Das Epitheton aucheri wurde zu Ehren des französischen Botanikers Pierre Martin Rémi Aucher-Éloy (1792–1838) etabliert. Siehe auch Quercus.
Auchers Eiche ist immergrün, wächst ausgesprochen langsam und erreicht oft nur Strauchhöhe. Wahrscheinlich dürfte sie nur für die wintermilden Regionen geeignet sein. Meist haben die Pflanzen einen bizarren Wuchs, mit dem sich hervorragend der Garten gestalten lässt. Zudem sind die Pflanzen gut schnittverträglich und können so auf die gewünschte Form gebracht werden. An den Boden stellen die Pflanzen kaum Ansprüche, sind trockentolerant und bevorzugen warme, sonnige Standorte. In kalten Regionen wäre wahrscheinlich Schutz ratsam oder man wechselt auf härtere Herkünfte der Quercus coccifera, deren Architektur sehr ähnlich ist und die bis Z 7b hart sind.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Quercus aucheri. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/quercus-aucheri.html am Tg.Mo.Jahr.