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Quercus macrocarpa Michx.
synonym:
  Quercus mandanensis Rydb
Kletten-Eiche, Großfrüchtige Eiche, Fagaceae - Buchengewächse
Frühlingblüher, IV–V, 30–50 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Kletten-Eiche stammt aus dem zentralen und nördlichen Nordamerika, wo die Pflanzen in Auen, Flussufern, Prärien, trockenen Hängen und Bergrücken auf 0–1.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Es sind sommergrüne, zumeist einstämmige Bäume; als Solitär mit runder, auch ausladender Krone. Die Borke ist dunkel-grau, schuppig oder längs tief rissig. Junge Zweige sind flaumig behaart, später kahl, grau oder rötlich, oft korkig geflügelt. Die Laubblätter sind verkehrt eiförmig bi schmal, oft geigenförmig, 5–31 cm lang, 4–16 cm breit, an der Basis abgerundet bis keilförmig, mehr oder weniger stark gebuchtet, gezähnt; oberseits dunkelgrün, mattgrau, spärlich behaart bis kahl, unterseits hell grün bis weißlich, filzig; der Blattstiel ist 0,6–3 cm lang.

Die Eicheln stehen zu 1–3, sind sitzend oder bis 2,5 cm gestielt, hell braun oder grau, eiförmig-elliptisch bis länglich, 1,5–5 cm lang, 1–4 cm breit, behaart, mit einem Becher, der 1/2 bis fast die gesamte Eichel umfasst. Siehe auch Quercus L.


Abb. 1 Tief rissige Borke einer Quercus macrocarpa im Arboretum Bokrijk, Belgien, 27.06.2020
Abb. 2 Baum der Quercus macrocarpa im Arboretum Bokrijk, Belgien, 27.06.2020
Abb. 3 Quercus macrocarpa im Arboretum Bokrijk, Belgien, 27.06.2020
Abb. 4 Laubblätter einer Quercus macrocarpa im Arboretum Bokrijk, Belgien, 27.06.2020


Der Gattungsname Quercus L. wurde schon im Altertum genutzt, lat. "quercus" bezeichnete Q. robur L., die Stiel-Eiche. Die etymologische Wurzel des Wortes bleibt unklar. Das Epitheton macrocarpa stammt von gr. "makros" (= groß) und gr. "karpos" (= Frucht), zu großfrüchtig. Siehe auch Quercus.

Die Kletten-Eiche wird nur selten in Mitteleuropa kultiviert. Dabei ist sie ein stattlicher Baum mit eindrucksvoller Architektur. Die Bäume sind robust und trockenverträglich. Sie sind mit Abstand zu Gebäuden zu pflanzen, da die Wurzeln mächtig werden können.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Quercus macrocarpa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/quercus-macrocarpa.html am Tg.Mo.Jahr.