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Ribes sanguineum Pursh
synonym:
  Calobotrya sanguinea (Pursh) Spach
  Ribes glutinosum Benth.
Blut-Johannisbeere, Grossulariaceae - Stachelbeergewächse
Frühlingblüher, III–V, 1–4 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Blut-Johannisbeere stammt aus dem Nordwesten Nordamerikas, wo die Pflanzen in Eichen- und Kiefernwäldern, an Waldrändern und Strauchgesellschaften auf 0–2.000 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art selten und unbeständig eingebürgert.

Die Stämme sind aufrecht, flaumig behaart, ohne Stacheln. Die Laubblätter sind 2–7 cm lang gestielt, im Umriss breit nierenförmig bis herzförmig-rund oder 3-eckig-eiförmig, 2–7 cm lang, 3–5-lappig bis 1/4 tief eingeschnitten, beidseits behaart, 2–3-fach gekerbt, randständig gesägt oder gezähnt.

Die Blütenstände sind 5–40-blütige Trauben, 5–15 cm lang mit drüsig behaarter Achse. Die Blütenstiele sind 5–10 mm lang und drüsig behaart; die Tragblätter sind verkehrt-lanzettlich oder lanzettlich, 2–12 mm lang und drüsig behaart; die Einzelblüten sind weiß, rosafarben oder rot, röhren- bis glockenförmig, 3–7 mm lang und drüsig behaart; die Kelchblätter sind nicht überlappend, meist rosafarben oder rot, selten weiß, eiförmig-elliptisch oder länglich bis lanzettlich und 4–5 mm lang; die Kronblätter sind aufrecht, meist weiß, gelegentlich rosafarben bis rot, verkehrt-eiförmig bis länglich oder beinahe quadratisch, und 1–3,5 mm lang. Später bilden sich blau-schwarze, bereifte, eiförmige oder kugelige, 3–10 mm im Durchmesser große, mit gestielten Drüsen besetzte Beerenfrüchte.


Abb. 1 Blütenstand des Ribes sanguineum mit roten Kelch- und weißen Kronblättern. Strauchsaum im Kaiser-Wilhelm-Hain, Wuppertal, 22.03.2026
Abb. 2 Gelappte Laubblätter von Ribes sanguineum, Strauchsaum im Kaiser-Wilhelm-Hain, Wuppertal, 22.03.2026
Abb. 3 Ausgebreitete, rote Kelchblätter von Ribes sanguineum, Strauchsaum im Kaiser-Wilhelm-Hain, Wuppertal, 22.03.2026
Abb. 4 Weiße Kronblätter von Ribes sanguineum, nachdem die Kelchblätter abgefallen sind. Strauchsaum im Kaiser-Wilhelm-Hain, Wuppertal, 22.03.2026
Abb. 5 Blühender Strauch von Ribes sanguineum im Botanischen Garten Wuppertal, 29.03.2026
Abb. 6 Blühender Strauch des Ribes sanguineum an der Nordbahntrasse, Wuppertal-Barmen, 05.04.2026, 181 m, 51° 16' 09 N, 07° 10' 27 O


Der Gattungsname Ribes L. existierte schon vorlinnäisch und bezog sich auf Pflanzen mit säuerlichen Beeren im Vergleich mit den säuerlichen Stielen des Syrischen Rhabarbers, Rheum ribes L. Das Epitheton sanguineum stammt von lat. "sanguis" (= Blut) und bezieht sich auf die roten Blüten.

Ribes sanguineum wird schon lange in der Gartenkultur angebaut. Es ist es ein architektonisch wertvoller Strauch für den sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Ribes sanguineum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ribes-sanguineum.html am Tg.Mo.Jahr.