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Sorbaria sorbifolia (L.) A. Braun
synonym:
  Spiraea sorbifolia L.
Ebereschen-Fiederspiere, Rosaceae - Rosengewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 100–200 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Ebereschen-Fiederspiere stammt aus Ostasien (China, Japan, Korea, Mongolei und Russland), wo die Pflanzen in lichten Wäldern und entlang von Gewässern auf 200–1.500 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art unbeständig eingebürgert und tritt siedlungsnah und auf Kahlschlagflächen auf.

Die Pflanzen bilden Wurzelsprosse. Die Stängel sind aufrecht, kahl oder etwas flaumhaarig. Die Laubblätter sind bis 30 cm lang, 1-fach unpaarig gefiedert mit 13–25 scharf doppelt gesägten Fiederblättern; die Fiederblätter sind gegenständig, 5–7 cm lang, 1,8–2,5 cm breit, schmal eiförmig bis lanzettlich und beidseits mehr oder weniger kahl; die Nebenblätter sind eiförmig-lanzettlich bis 3-eckig-lanzettlich, 8–13 mm lang, unterseits etwas flaumhaarig.

Die Blütenstände sind 10–12 cm lange, 5–12 cm breite, vielblütige Rispen; die Blütenstandsstiele sind behaart; die Tragblätter sind eiförmig bis linear-lanzettlich, 5–10 mm lang, beidseits etwas flaumhaarig, später verkahlend; die Einzelblüten sind weiß, 10–12 mm im Durchmesser groß; die Blütenstiele sind 5–8 mm lang und behaart; die Kelchblätter sind breit eiförmig bis 3-eckig, zurückgeschlagen und unterseits etwas flaumhaarig; die Kronblätter sind länglich oder verkehrt eiförmig und 5–7 mm lang. Später bilden sich zylindrische, etwa 3 mm lange, gerippte Balgfrüchte mit persistierenden Kelchen und Griffeln.


Abb. 1 Sträucher der Sorbaria sorbifolia, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 15.03.2026
Abb. 2 Gefiedertes Laubblatt von Sorbaria sorbifolia, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 15.03.2026


Der Gattungsname Sorbaria (Ser.) A. Braun verweist auf die Ähnlichkeit der Blütenstände mit jenen der Mehlbeere, Sorbus aria (L.) Crantz. Das Epitheton sorbifolia stammt Sorbaria und lat. "-folia" (= -blättrig), nach der Ähnlichkeit der Laubblätter mit jenen der Eberesche, Sorbus aucuparia L.

Die Ebereschen-Fiederspiere wird schon seit 1900 in Gärten als Zierpflanze kultiviert. Er ist eine dekorative Staude für den halbschattigen bis sonnigen Standort. Man beachte die Austreibungstendenz.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Sorbaria sorbifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sorbaria-sorbifolia.html am Tg.Mo.Jahr.