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Spartocytisus supranubius (L. f.) Christ ex G. Kunkel
Teide-Ginster, Fabaceae - Hülsenfrüchtler
Frühlingblüher, IV–VI, 1,5–4 m hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Der Teide-Ginster stammt von den Kanarischen Insel (La Palma und Teneriffa), wo die Pflanzen an im oberen Pinus canariensis-Wald und in Ginsterstrauchgesellschaften zusammen mit Adenocarpus viscosus Webb & Berthel. auf 1.700–3.100 m (Pico Viejo) über Meereshöhe vorkommen.

Spartocytisus supranubius ist ein meist kugelförmiger Strauch mit rutenförmigen, aufsteigenden bis aufrechten, meist blattlosen Zweigen. Die Laubblätter sind rasch hinfällig, fast sitzend und bestehen aus 3 linearen, bis 5 mm langen, dicht behaarten, graugrünen Teilblättern.

Die Blüten erscheinen in endständigen Büscheln. Die Einzelblüten sind weiß bis rosafarben, duftend; die Kelche sind glockenförmig, schwach 2-lippig, angedrückt behaart und kurz gezähnt; die Blütenstiele sind etwa so lang wie der Kelch. Später bilden sich schwarze Hülsenfrüchte, die jeweils 4–6 Samen enthalten.


Abb. 1 Lineare, graugrüne Zweige von Spartocytisus supranubius, in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 12.04.2009, 2.039 m, 28° 12' 52 N 16° 40' 35 W
Abb. 2 Kugelförmiger Strauch von Spartocytisus supranubius, in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 12.04.2009, 2.039 m, 28° 12' 52 N 16° 40' 35 W<
Abb. 3 Bestandsbildende Population des Spartocytisus supranubius in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 12.04.2009, 2.039 m, 28° 12' 52 N 16° 40' 35 W<
Abb. 4 Halbkugelige Sträucher des Spartocytisus supranubius in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 08.04.2009, 2.038 m, 28° 12' 51 N 16° 40' 38 W
Abb. 5 Kissenförmiger Bestand von Spartocytisus supranubius in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 08.04.2009, 2.038 m, 28° 12' 51 N 16° 40' 38 W
Abb. 6 Dicht stehende Zweige des Spartocytisus supranubius in der Kaldera des Teide, Teneriffa, 08.04.2009, 2.038 m, 28° 12' 51 N 16° 40' 38 W


Der Gattungsname Spartocytisus Webb & Berthel. leitet sich ab von gr. "spartons" (= Strick, Schnur) und gr. "kyrtisos" (= Geißklee), nach der Ähnlichkeit mit Geißkleearten. Das Epitheton supranubius stammt von lat. "supra" (= über) und lat. "nubes" (= Wolke), nach dem subalpinen Standort.

Spartocytisus supranubius ist ein dekorativer, strauchförmiger Ginster. Die Blüten sind weiß und duften sehr angenehm. Die Winterhärte reicht wahrscheinlich nur bis –8 oder –10 °C, was Z 8b bis 9 entsprechen dürfte. Langfristerfahrungen liegen nicht vor.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Spartocytisus supranubius. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/spartocytisus-supranubius.html am Tg.Mo.Jahr.