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Teucrium fruticans L.
Strauch-Gamander, Lamiaceae (= Labiatae) - Lippenblütler
Sommerblüher, V–VIII, 30–150 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Strauch-Gamander stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum, wo die Pflanzen auf sonnigen, felsigen Hängen, Ruderalstandorten und in der Macchie auf 0–1.000 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen sind locker verzweigt. Die Zweige sind 4-kantig und weißfilzig. Die Laubblätter sind kurz gestielt, eilanzettlich, unterseits weißfilzig, oberseits verkahlend dunkelgrün.

Die Blüten stehen zu 2; die Krone ist 15–25 mm lang, blassblau oder lilafarben, dunkel geadert; die Unterlippe ist 5-lappig mit lang ausgezogenem Mittellappen; der Schlund ist ohne Haarring; die Kelche sind außen weißfilzig, innen kahl; die Staubblätter ragen weit aus der Krone heraus.


Abb. 1 Blühender Strauch des Teucrium fruticans in einem Privatgarten in Hengelo, Niederlande, 20.05.2026
Abb. 2 Blüte beim Teucrium fruticans mit den weit heraus ragenden Staubblättern. Privatgarten in Hengelo, Niederlande, 20.05.2026
Abb. 3 Blüte von Teucrium fruticans mit großem Mittellappen und fehlender Oberlippe. Privatgarten in Hengelo, Niederlande, 20.05.2026
Abb. 4 Außen weißfilzige Kelche des Teucrium fruticans. Privatgarten in Hengelo, Niederlande, 20.05.2026
Abb. 5 Gegenständige Laubblätter und 4-kantiger Stängel beim Teucrium fruticans. Privatgarten in Hengelo, Niederlande, 20.05.2026


Der Gattungsname Teucrium L. leitet sich wahrscheinlich von gr. "Teukros" ab, dem eponymischen König in der Troas, einer kleinasiatischen Landschaft nördlich von Troja. Das Epitheton fruticans stammt von lat. "fruticare" (= strauchig wachsend) und beschreibt den Habitus der Pflanzen.

Der Strauch-Gamander ist ein edler Sommerblüher für die Terrasse. An sehr geschützten Lagen der wintermilden Regionen ist eventuell eine Freilandkultur erfolgreich. Der Boden sollte kalkreich sein, der Standort sonnig.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Teucrium fruticans. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/teucrium-fruticans.html am Tg.Mo.Jahr.