Trifolium pannonicum Jacq.
Ungarischer Klee, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse, Hülsenfrüchtler
Sommerblüher, VI–VII, 15–50 cm hoch, sommergrün, ein-, zweijährig
Der Ungarische Klee stammt aus Südosteuropa (Frankreich bis Ukraine), wo die Pflanzen in mageren Trockenrasen, Steppen und lichten Eichenwäldern auf 80–2.000 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa tritt die Art selten auf, in Deutschland als Verwilderungen und in Österreich selten im pannonischen Raum.
Es sind aufrecht wachsende Pflanzen mit rübenartiger Pfahlwurzel, die meist in der oberen Hälfte verzweigen. Stängel und Laubblätter sind deutlich behaart. Die Laubblätter sind lang gestielt. Die Blättchen sind ganzrandig und unterseits langhaarig.
Die Blütenköpfchen sind endständig, einzeln, dichtblütig, anfangs kugelig, später oval-zylindrisch. Die Einzelblüten sind 20–25 mm lang, gelblich-weiß, sitzend, hellbraun verblühend und deutlich länger als der unterste Kelchzahn, der 2–3 mal länger als die anderen Kelchzähne ist und zur Fruchtzeit aufrecht steht. Später bilden sich 1-samige Fruchthülsen.
Der Gattungsname Trifolium L. stammt von gr. "tri" (= drei) und gr. "phyllon" (= Blatt), zu dreiblättrig, nach den 3-zähligen Laubblättern. Das Epitheton pannonicum verweist auf die (süd-)osteuropäische, pannonische Florenprovinz, deren zentrales und größtes Verbreitungsgebiet Ungarn umfasst und bis in den Osten Österreichs reicht.
Trifolium pannonicum sind dekorative Sommerblüher an sonnigen und trockenen Stellen im Steingarten, dem meditarranen Beet oder der Xerophytenpflanzung.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Trifolium pannonicum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/trifolium-pannonicum.html am Tg.Mo.Jahr.