Ulmus parvifolia Jacq.
synonym:
Microptelea parvifolia (Jacq.) Spach
Planera parvifolia (Jacq.) Sweet
Ulmus chinensis Pers.
Ulmus coreana Nakai
Ulmus shirasawana Daveau
Ulmus sieboldii Daveau
Chinesische Ulme, Ulmaceae - Ulmengewächse
Spätsommerblüher, VIII–X, 10–25 m hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Chinesische Ulme stammt aus Ostasien (China, Indien, Japan, Korea, Taiwan und Vietnam), wo die Pflanzen in Wäldern auf 0–800 m über Meereshöhe vorkommen.
Es sind hohe Bäume mit breit kugeliger Krone. Die Borke ist graubraun, meist glatt und schilfert in unregelmäßigen, polygonalen, gelb-grau-orangefarbenen Platten ab. Die Zweige sind dunkel braun, anfangs dicht flaumhaarig. Die Blätter sind wechselständig, 2–6 mm lang gestielt, 2-zeilig angeordnet, lanzettlich-eiförmig bis schmal elliptisch, 2,5–5 cm lang, 1–2 cm breit, unterseits hell grün und anfangs flaumhaarig, oberseits dunkelgrün und nur auf dem Mittelnerv behaart, am Rand stumpf und unregelmäßig einfach gesägt.
Die Blüten erscheinen im Spätsommer, sind 3–6-blütige, büschelige Zymen. Das Blütenhülle ist trichterförmig mit 4 Perigonblättern. Später bilden sich hellbraune bis braune, gelegentlich dunkel rotbraune, elliptische bis eiförmig-elliptische, 10–13 mm lange, 6–8 mm breite, fast kahle Samaras (Flügelfrüchte); der Fruchtstiel ist 1–3 mm lang und spärlich behaart; die Blütenhülle persistiert meist; der Samen ist in der Mitte oder gegen die Spitze der Flügelfrucht gelegen.
Der Gattungsname Ulmus L. existierte schon vorlinnäisch, lat. "ulmus" (= Ulme), und stellt die etymologische Wurzel der deutschen und englischen ("elm") Namen dar. Das Epitheton parvifolia stammt von lat. "parvus" (= klein) und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "kleinblättrig", nach den relativ kleinen Blättern der Art im Vergleich zu anderen Ulmen.
Die Chinesische Ulme wird gelegentlich angebaut. Für den Garten bieten sich klein bleibende Sorten an, wie beispielsweise 'Hokkaido' mit überhängenden Ästen.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Ulmus parvifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ulmus-parvifolia.html am Tg.Mo.Jahr.