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Agave attenuata Salm-Dyck
    synonym: Agave cernua A. Berger
                   Agave glaucescens Hook.
                   Agave pruinosa Lem. ex Jacobi
Drachenbaum-Agave, Schwanenhals-Agave, Agavaceae - Agavengewächse
     (nach anderen Autoren Asparagaceae - Spargelgewächse)
Frühling-Sommerblüher, III–X, 70–200 cm im Durchmesser, immergrün, mehrjährig

Die Drachenbaum-Agave stammt aus Mexiko, wo die Pflanzen auf Felsstandorten in den Kiefernwäldern in Höhen von 1.900–2.500 m über NN wachsen. Sie bilden 1 oder mehrere, 0,5–1,5 m lange, aufsteigende Stämme, die im Alter in den unteren Abschnitten frei von Laubblättern sind. Die Laubblätter sind für Agaven relativ kurzlebig, spitz oval, weich, sukkulent, am breitesten in der Mitte, flach bis leicht konkav, 50–70 cm lang, 12–16 cm breit, grau-grün oder blass gelblich-grün, mit weichem oder leicht gesägtem Rand ohne terminalen Dorn. Der Blütenstand wird 2–3,5 m hoch, ist oft schwanenhalsartig gekrümmt, rispenförmig mit Teilblütenständen, die jeweils 3–8 Einzelblüten in den Achseln von Hochblättern tragen. Die Blüten sind 3,5–5 cm groß, gelblich grün mit röhrenförmigem Perigon, welches aus gleich großen Lappen besteht.

Die Art wird in vielen warmen Ländern der Erde kultiviert, da sie architektonisch ansprechend ist und zumeist keine bewehrten Strukturen hat, die ein Verletzungsrisiko wären. Es sind zahlreiche Varietäten und Unterarten beschrieben worden, deren infraspezifischer Rang kritisch zu sehen ist.


Abb. 1 Prächtige Agave attenuata mit mehreren Blattschöpfen in einem Privatgarten auf der Nordinsel, Neuseeland, 28.02.2017, Photo A. Härle


Der Gattungsname Agave L. leitet sich ab von gr. "agauos" (= edel, prachtvoll) und beschreibt den Habitus der Pflanzen, besonders wegen der zu Linnés Zeit häufig in Europa kultivierten A. americana, die ja zu den größeren der Gattung gehört. Das Epitheton attenuata stammt von lat. "attenuatus" (= verschmälert, abgeschwächt), nach den unbewehrten Laubblättern.

Die Drachenbaum-Agave ist gering frosttolerant und hält für kurze Zeit –3 °C bis –6 "C aus, wenn sie trocken steht. Für das mitteleuropäische Freiland ist sie nicht geeignet, jedoch eine eindrucksvolle, majestätische Pflanze in den warmen Regionen und hervorragend für eine Kübelkultur im kalten Gewächshaus geeignet, da bei ihr keine Bewaffnung anzutreffen ist, wie es sie bei vielen anderen Arten gibt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Thiede, J. 2001: Agavaceae. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 5–101.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Agave attenuata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/agave-attenuata.html am Tg.Mo.Jahr.

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