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Alyssum montanum L.
Berg-Steinkraut, Brassicaceae - Kreuzblütler
Ende Erstfrühlingblüher, IV–VI, 10–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Berg-Steinkraut ist in Mitteleuropa relativ selten und besiedelt gerne Trocken- und Halbtrockenrasen, sowie wärmeliebende Felsgesellschaften der westlichen und südlichen Flusstäler. Es wächst mit mehreren, aufsteigenden Trieben und verholzt basal. Die Laubblätter sind gräulich, dicht sternhaarig. An den Enden der Blühtriebe stehen zahlreiche goldgelbe, traubige Blüten. Später bilden sich kurze, fast runde Schoten. Es wurden mehrere Unterarten beschrieben, beispielsweise das niederliegende Sand-Steinkraut, Alyssum montanum ssp. gmelinii (Jord. & Fourr.) Thell.

Abb. 1 Das Alyssum montanum nutzt schon kleine Erdpolster, um zu wurzeln und erfolreich den Felsen zu besiedeln. Rotenfels, Bad Münster am Stein, Nahe-Tal, 21.03.2014, 179 m, 49° 48' 52 N, 07° 50' 15 O Abb. 2 Alyssum montanum bildet im zeitigen Frühjahr goldgelbe Sprenkel oder kleinere Teppiche auf den Felsen am Rotenfels, Bad Münster am Stein, Nahe-Tal, 21.03.2014, 181 m, 49° 48' 52 N, 07° 50' 14 O

Abb. 3 Alyssum montanum im Trockenrasen des Rotenfels, Bad Münster am Stein, Nahe-Tal, 21.03.2014, 179 m, 49° 48' 52 N, 07° 50' 15 O Abb. 4 Der silbrige Glanz der Laubblätter des Alyssum montanum wird durch Sternhaare hervorgerufen. Rotenfels, Bad Münster am Stein, Nahe-Tal, 21.03.2014, 179 m, 49° 48' 52 N, 07° 50' 15 O


Nicht gesichert ist die Ableitung des Gattungsnamens Alyssum L., der schon antik Pflanzen bezeichnete, deren Samen als Mittel gegen Tollwut genutzt wurde, gr. "alyssos" (= die Tollwut heilend). Inwiefern dieses Benennungsmotiv auf die Gattung der Steinkräuter zutrifft, bleibt ungeklärt, ebenso welche Art damit gemeint war. Das Epitheton montanum stammt von lat. "montanus" (= Berg-) und bezieht sich auf die Wuchsorte der Art.

Alyssum montanum ist eine dekorative, frühblühende Art für den Steingarten, das Alpinum oder die mediterrane Staudenpflanzung. Sonnige, trockene Standorte, am besten ohne Kalk sind ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Alyssum montanum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/alyssum-montanum.html am Tg.Mo.Jahr.

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